Katrin Mees leitet beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe die Abteilung Nachhaltiges Bauen, Kreislaufwirtschaft und Umwelt. Im Gespräch erklärt sie, warum große Materialströme im Bau eigentlich längst im Kreislauf geführt werden könnten und weshalb rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen derzeit noch verhindern, dass Kreislaufwirtschaft ihr volles Potenzial entfalten kann.
Die aktuellen Transformationen führen zu Überforderung, Ablehnung, Wut. Das bekommen Vertretende aus der Architektur, Stadtplanung und Verwaltung nahezu täglich zu spüren. Doch der Wandel ist alternativlos. Und mit dem richtigen Leitbild und passenden Maßnahmen können Immobilien, Quartiere, Städte und Regionen durch die Herausforderung sogar besser werden.
Thüringer Oberlandesgericht schafft Klarheit für bindende Vorgaben
Ein aktueller Beschluss des Thüringer Oberlandesgerichts (OLG Thüringen) konkretisiert die Anforderungen an bindende Vorgaben im RPW-Wettbewerb und sorgt damit für mehr Rechtssicherheit und Freiraum für kreative Planung.
Dass der Idee der Kreislaufwirtschaft im Baubereich die Zukunft gehört, besser gesagt, gehören sollte, dürfte bei den meisten Beteiligten common sense sein. Nicht das „Dass“, sondern das „Wie“ der Umsetzung ist die oft noch ungelöste Aufgabe.
„Sichtbare Materialien sind zirkuläre Top-Performer“
Kreislaufwirtschaft funktioniert nicht nach einem universellen Muster. Jedes Material folgt eigenen physikalischen, wirtschaftlichen und logistischen Gesetzmäßigkeiten. Weshalb materialspezifische Ansätze der Schlüssel für funktionierende Kreislaufstrategien und Grundlage für neue Geschäftsmodelle sind, erklärt Dr. Linda Hildebrand im Interview.
Urban Mining, das ist der inzwischen international geläufige Begriff für die Gewinnung von Baustoffen und -teilen aus dem Bestand. Bei dessen Abriss oder Umbau wird das Material digital erfasst und in Datenbanken zur Wiederverwendung angeboten – ein Markt mit Zukunft.