Im ersten Teil unseres Gesprächs hat Katrin Mees erklärt, warum die Kreislaufwirtschaft im Bau großes Potenzial hat, in der Praxis aber noch nicht überall reibungslos funktioniert. Im zweiten Teil geht es darum, was sich konkret ändern muss und warum jetzt vor allem pragmatisches Handeln gefragt ist.
Katrin Mees leitet beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe die Abteilung Nachhaltiges Bauen, Kreislaufwirtschaft und Umwelt. Im Gespräch erklärt sie, warum große Materialströme im Bau eigentlich längst im Kreislauf geführt werden könnten und weshalb rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen derzeit noch verhindern, dass Kreislaufwirtschaft ihr volles Potenzial entfalten kann.
Timber Use & Maintain – Kreislaufgerechter Holztafelbau
Holz ist längst mehr als ein klimafreundlicher Baustoff. Holz gewinnt im Bauwesen zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Kontext einer Bauwende, die ökologische Verantwortung und architektonische Qualität zusammendenkt.
Lösungsansätze zu einem geregelten Wiedereinbau zirkulärer Baustoffe
Zirkuläres Bauen und die Weiternutzung vorhandener Bausubstanz erzeugen seit einigen Jahren eine große Aufmerksamkeit – sie sind Symbole der notwendigen Transformation in der Bauwirtschaft. Es ist unstrittig, dass es einen Paradigmenwechsel im Planen und Bauen geben muss, sofern wir unseren Beitrag zur Klimawende als Land und als Branche ernst nehmen. Doch inwieweit behindern heutige Vorschriften und Normen den Einbau zirkulärer Baustoffe und welche Lösungsansätze gibt es für einen geregelten Wiedereinbau?
Nicht austauschen, ertüchtigen: Wie eine Innovationspartnerschaft neue Wege einer Re-Use-Lösung für Bestandsfenster eröffnet
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) erproben in Berlin ein ungewöhnliches Vergabeverfahren: Statt 500 Fenster auszutauschen, suchen sie per Innovationspartnerschaft nach Wegen, die vorhandene Substanz zu ertüchtigen. Ein Modell für andere Baumaßnahmen?