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Sanierung von Schloss Köthen: Architekturwettbewerb entschieden

Schloss Köthen in Sachsen-Anhalt soll zu einem zeitgemäßen Museums- und Kulturstandort weiterentwickelt werden. Ein Wettbewerbsverfahren liefert dafür architektonische und freiraumplanerische Impulse.

Architektenkammer Sachsen-Anhalt
27.01.2026 2min
Eine architektonische Visualisierung zeigt einen zentralen Platz mit einem massiven Neubau aus hellem Mauerwerk, der sich zwischen historische Gebäude mit Satteldächern einfügt, große Öffnungen und Einblicke lassen Nutzung und Aktivität erkennen, während Menschen den Platz durchqueren oder sich versammeln, wodurch das Bild die Schaffung eines neuen öffentlichen Zentrums verdeutlicht, das Bestand und Neubau verbindet und Raum für kulturelle, soziale und gemeinschaftliche Aktivitäten bietet.
1. Preis im Wettbewerb zur Sanierung von Schloss Köthen
© kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln; ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Berlin

Im Herzen Köthens steht auf einer fünf ha großen Insel das Schloss Köthen – eine über 900 Jahre alte Anlage. Mit der Entscheidung im Wettbewerb zur Sanierung ist ein wichtiger Schritt für seine Zukunft getan.

Die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt plant als Eigentümerin des Schlosses Köthen eine umfassende Sanierung der inneren Schlossflügel sowie die kulturtouristische Weiterentwicklung zu einem modernen Museums- und Kulturstandort. Dafür wurde ein nichtoffener architektonisch-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit Ideenteil ausgelobt.

Geplant sind die denkmalgerechte Sanierung zentraler Schlossbereiche, eine barrierefreie Besucherführung und die bessere Verknüpfung aller Museumsbereiche. Der Schlosshof soll als öffentlicher Freiraum neu geordnet und gestaltet werden. Auch der Neubau eines Besucherzentrums zur Schließung der Baulücke wurde als Ideenteil geprüft; seine Umsetzung hängt von der Finanzierung ab.

Aus 14 Entwürfen empfahl das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Volker Staab den Beitrag von Kister Scheithauer Gross Architekten und Stadtplaner GmbH, Köln, mit ST Raum a., Berlin. Das Konzept überzeugte durch eine klare Haltung: Respekt vor der Geschichte, Offenheit für Neues. Die Schlossinsel wird als lebendiger Ort gedacht, der Aufenthaltsqualität und Raum für Veranstaltungen bietet. Das neue Besucherzentrum schließt als ruhiger, zeitgenössischer Baukörper die Lücke zwischen Torhaus und Steinernem Haus.

Den zweiten Preis erhielten Chestnutt_Niess Architekten mit Kuula Landschaftsarchitekten, der dritte ging an Springer Architekten mit Marcel Adam Landschaftsarchitekten. Zwei weitere Beiträge erhielten Anerkennungen.

Der Wettbewerb ist Teil des Sonderinvestitionsprogramms von Bund und Land, das rund 200 Millionen Euro für ausgewählte Schlösser und Burgen bereitstellt; bis zu 22 Millionen Euro sind für Schloss Köthen vorgesehen. Die Umsetzung soll in den kommenden Jahren schrittweise in Abstimmung mit dem Gewinnerbüro erfolgen.

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Eine atmosphärische Darstellung zeigt einen parkartigen Raum zwischen mehreren historischen Baukörpern mit Türmen und einem zurückhaltenden Neubau im Hintergrund, Wege, Grünflächen und Wasserflächen strukturieren den Raum, während vereinzelte Personen sich dort aufhalten, was den Ort als ruhigen, öffentlichen Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität und Verbindung von Denkmalpflege, Landschaft und zeitgenössischer Nutzung beschreibt.
2. Preis im Wettbewerb zur Sanierung von Schloss Köthen
© Chestnutt_Niess Architekten PartGmbB BDA, Berlin; KUULA Landschaftsarchitekten, Berlin
Eine Visualisierung zeigt einen begrünten Innenhof mit historischen Gebäuden und einem ergänzenden Neubau mit heller Fassade und rhythmisch geschwungenem Dachabschluss, Menschen sitzen, gehen und begegnen sich auf Rasenflächen und Wegen, wodurch das Bild die behutsame Weiterentwicklung eines historischen Ensembles als offenen, gemeinschaftlich nutzbaren Ort für Aufenthalt, Begegnung und kulturelle Nutzung vermittelt.
3. Preis im Wettbewerb zur Sanierung von Schloss Köthen
© Springer Architekten GmbH, Berlin; Marcel Adam Landschaftsarchitekten BDLA, Potsdam

Architektenkammer Sachsen-Anhalt

DAB Redaktion Sachsen-Anhalt
Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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