„Notwendig sind faire Vergaben und mehr Wettbewerbsverfahren“
Eine Frage — mehrere Meinungen: Welche Herausforderungen sieht der Nachwuchs? Zwischen Klima, Krise und Verantwortung: junge Planerinnen zu den Themen, für die sie Lösungen finden wollen
Ganz klar: die nachhaltige Bauwende in allen Dimensionen! Ökologisch. Wir müssen klimagerechter planen, bauen und umbauen. Ressourcengerechtigkeit, Kreislauffähigkeit und ein bewussterer Einsatz endlicher Materialien und Ressourcen stellen für die neue Planer:innengeneration in besonderer Weise die Vorgabe unserer Zeit dar. Es gilt, diese in der gebauten Umwelt zu verankern und unser Morgen klimaangepasst und resilient zu entwickeln. Dazu brauchen wir als Berufsstand verlässliche Rahmenbedingungen. Und wir brauchen Kolleginnen und Kollegen mit innovativen Ideen.
Wirtschaftlich. Notwendig sind faire Vergaben und mehr Wettbewerbsverfahren! Gerade in der öffentlichen Vergabe muss die Qualität im Bauen hohe Priorität genießen. Denn nur eine hohe Planungsqualität ermöglicht langfristige Nutzungen von Bauwerken – und damit Nachhaltigkeit im Bauen. Besonders junge Büros sind auf Vergaberegime angewiesen, die ihnen einen Marktzugang ermöglichen. Mit der HOAI muss die auskömmliche Bezahlung unseres Berufsstandes sowie ein transparenter und fairer Berufseinstieg sichergestellt werden.
Sozial. In Zeiten von KI und Polykrisen brauchen wir eine starke Planer:innenschaft, die federführend unsere gebaute Umwelt gestaltet. Junge Planende brauchen Raum, um Ideen entwickeln und gleichzeitig baukulturelle Werte schaffen zu können. Lasst uns gemeinsam Architektur und Städtebau gemeinwohlorientiert denken und dazu beitragen, unsere demokratische Gesellschaft zu sichern!
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q3/2026 für Nordrhein-Westfalen.
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