Hamburger Architekturbüro gestaltet den Deutschen Pavillon bei der 20. Architekturbiennale Venedig
Bei der nächsten Architekturbiennale im nächsten Jahr dreht sich alles rund ums Zusammenleben und um Räume der sozialen Interaktion. Auch der Deutsche Pavillon fügt sich in dieses Konzept ein. Was die genauen Planungen des Architekturbüros KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS lesen Sie hier.
Unter der Federführung von Ellen Kristina Krause und Tatsuya Kawahara gestaltet das Architekturbüro KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS den Deutschen Pavillon der 20. Architekturbiennale in Venedig. Und das alles unter dem Titel „CONVIVERE – Ein Repertoire des Zusammenlebens.“ Die Bundesbauministerin Verena Hubertz sieht das deutsche Projekt „CONVIVERE“ als einen wichtigen Ansatz, um über zukünftiges Zusammenleben nachzudenken. Nicht grundlos lässt sich der Titel des Deutschen Pavillons zu Deutsch als „Zusammenleben“ aus dem Italienischen übersetzen.
Das Projekt der Zwischenräume
Die Architekt: innen von KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS beschreiben ihre Idee als ein Projekt, welches den Blick auf übersehbare Elemente richtet. Räume der Architektur, die wir im Alltag durchqueren, ohne ihnen Beachtung zu schenken. Beispiele dafür sind Türschwellen, Treppenhäuser, Terrassen oder der Hof und der Raum vor dem Haus. Gerade diese Zwischenräume beschreiben die Architekt: innen als essenziell, da sich dort das soziale Miteinander entfaltet.
Den sozialen Aspekt mitgedacht
Genau mit diesen sozialen Zusammenkünften beschäftigen sich die Architekt: innen: Räume, die als Grundlage für gesellschaftliches Miteinander dienen. Auch das Projekt selbst entsteht in einem Zusammenschluss zwischen den Architekt: innen und vier deutschen Hochschulen. Mit diesen versammeln KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS ein Repertoire räumlicher Situationen aus Referenzprojekten aus ganz Deutschland. Die Studierenden sind damit aktiver Teil des Ausstellungsinhaltes.
Mit der Präsenz auf der Biennale schwingt auch ein besonderer Gedanke der Architekt: innen mit: „Unsere Hoffnung ist, dass der Pavillon sichtbar macht, wie viel diese Räume – die leider oft aus wirtschaftlichen Gründen wegrationalisiert werden – zu unserem Zusammenleben und damit unserer Gesellschaft beitragen.“ Insgesamt fügt sich der Deutsche Pavillon also optimal in die Gesamtausstellung ein, die unter dem Motto „Do Architecture – For the possibility of coexistence facing a real reality“ steht.
Hinter dem Konzept des Deutschen Pavillons für die 20. Ausgabe der Architekturbiennale stehen KAWAHARA KRAUSE ARCHITECTS. Sie sind ein in Tokyo gegründetes Architekturbüro, welches erst einige Jahre später seinen Weg nach Hamburg fand. Die beiden Gründer: innen Ellen Kristina Krause und Tatsuya Kawahara legen ihren Fokus unter anderem auf künstlerische Installationen, auf die Umgestaltung bestehender Strukturen und auf städtebauliche Planungen.
Seit mehreren Jahrzehnten konzentrieren sich die Architekt: innen zudem auf Lehrtätigkeiten. Mit ihrer Lehre zum Thema „Wie die Dinge zusammenkommen“ besuchten sie schon eine Vielzahl an Universitäten in Deutschland und auf der ganzen Welt. Zu ihren Arbeiten gehören beispielsweise die temporäre Installation „Linie, Fläche, Raum“, welche sie für den Hamburger Architektursommer errichteten, oder auch die L-Pavillons für die Karl-Marx-Allee in Berlin.
Über die 20. Architekturbiennale
Über die 20. Architekturbiennale
Die Architekturbiennale findet vom 8. Mai bis 21. November 2027 in Venedig statt. Wer bereits an den Preview-Tagen teilnehmen möchte, muss schon am 6. und 7. Mai 2027 anreisen. Die Stiftung La Biennale di Venezia wurde zuvor durch die künstlerische Leitung an die chinesischen Architekten Wang Shu und Lu Wenyu übertragen. Das gesamte Ausstellungskonzept wird Anfang 2027 durch das kuratorische Team präsentiert.
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