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Diskutieren. Bündeln. Gestalten. – Das 3. Baukultur-Festival Thüringen

Wie entsteht Baukultur in Thüringen und wie kann sie den Wandel gestalten? Beim 3. Baukultur-Festival Thüringen treffen Menschen aus Planung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aufeinander, um über die Zukunft des Bauens und die Rolle der Baukultur in einem sich verändernden Land zu reden. Zwei Tage lang geht es um neue Perspektiven, konkrete Erfahrungen und die Frage, was es braucht, um Transformation nicht nur zu debattieren, sondern mit Blick auf die Zukunft zu gestalten. Für diese Agenda heißt es diskutieren, Kräfte bündeln und mitgestalten. 

Laura Pollmann
26.08.2026 4min
„Eine Frau hält eine Präsentation vor einer sitzenden Gruppe von Zuhörern in einem hellen, modern gestalteten Konferenzraum im Industrie-Stil.“
Vorträge und Diskussionen eröffnen neue Perspektiven beim Baukultur-Festival Thüringen.
© Stiftung Baukultur Thüringen, Fotograf: Thomas Müller, Weimar

Im Mittelpunkt steht dabei Thüringen selbst: ein östliches Bundesland, das schon viele Umbrüche erlebt hat und jetzt vor neuen Möglichkeiten steht. Welche Antworten kann Baukultur auf gesellschaftliche und räumliche Umbrüche geben? Und wie lässt sich eine Baupraxis entwickeln, die regional denkt, Ressourcen nutzt und zugleich offen für neue Wege ist? 

Das Festival beginnt mit dem Thüringer Baukultur-Bankett. Hier kommen die Nominierten und Preisträger des Thüringer Staatspreises für Baukulturzusammen und geben persönliche Einblicke in ihre Projekte, Arbeitsweisen und Perspektiven. Anschließend rückt die Thüringer Baukultur-Szene selbst in den Mittelpunkt: In Werkstätten, Gesprächen und Präsentationen werden Projekte vorgestellt, Erfahrungen geteilt und neue Ideen diskutiert. „Das Festival simuliert eine Zukunft im Kleinen. Wir nutzen vorhandene Ressourcen des Ortes und der Region, verstärken uns in lokalen und regionalen Netzwerken und verfolgen nicht nur den Wissenstransfer, sondern ganz konkret Selbstwirksamkeit. Schüler:innen aus Apolda, Gärtner, Winzer, Künstlerund Minister und viele weitere, ganz unterschiedliche Menschen sind Teil dieses Festivals, denn Baukultur geht alle an. Unsere Zielgruppe in unserer täglichen Arbeit, genauso wie im Festival, heißt: Gesellschaft.“, so beschreibt es Elisa Dorn als Teil der Baukultur Stiftung Thüringen.

Mithilfe der Präsentation des Wüstenrot-Forschungsprojekts „Zirkuläres Bauen im ländlichen Raum“ sprechen junge Akteure über ihre Bedürfnisse und darüber, wie zirkuläres Bauen unter den Bedingungen ländlicher Räume gedacht und umgesetzt werden kann. Im Fokus steht dabei der Rohstoff Holz, der sich als roter Faden durch das Festival zieht. Das Festival findet Antworten auf die Fragen, wie Bauen mit Holz etabliert werden kann und wie sich regionale Wertschöpfungsketten gestalten lassen können. Und wie kann das Potenzial Holz – vom Wald bis in die Architektur hinein – komplett ausgeschöpft werden?

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„Ein gut besuchtes Veranstaltungspublikum: Einige Teilnehmer blicken lächelnd zurück, während auf einer großen gelben Leinwand im Hintergrund der kulinarische Teil auf der Dachterrasse angekündigt wird.“
Das Festival liefert ein breit gefächertes Programm zum Zuhören, Diskutieren und Weiterdenken.
© Stiftung Baukultur Thüringen, Fotograf: Thomas Müller, Weimar
„Mehrere Personen arbeiten im Freien gemeinsam an einer niedrigen Mauer, indem sie helle Bausteine in ein Holzgerüst schichten.“
Das Festival liefert ein breit gefächertes Programm zum Zuhören, Diskutieren und Weiterdenken.
© Stiftung Baukultur Thüringen, Fotograf: Thomas Müller, Weimar
„Eine Menschenmenge steht im Freien auf einer Wiese und lauscht einem Redner, der auf einer flachen Holzplattform mit aufgestellten weißen Infotafeln steht.“
Das Festival liefert ein breit gefächertes Programm zum Zuhören, Diskutieren und Weiterdenken.
© Stiftung Baukultur Thüringen, Fotograf: Thomas Müller, Weimar
„Blick durch eine Glasscheibe in einen hellen Raum, in dem mehrere Personen an einer Auslage mit Büchern und Broschüren stöbern.“
Das Festival liefert ein breit gefächertes Programm zum Zuhören, Diskutieren und Weiterdenken.
© Stiftung Baukultur Thüringen, Fotograf: Thomas Müller, Weimar
„Eine Frau macht mit ihrem Smartphone ein Foto von einer lachenden Gruppe aus fünf Personen, die in einem hellen Raum mit großen Fenstern umarmend posieren.“
Das Festival liefert ein breit gefächertes Programm zum Zuhören, Diskutieren und Weiterdenken.
© Stiftung Baukultur Thüringen, Fotograf: Thomas Müller, Weimar

Die Agenda 

Am zweiten Festivaltag wird der Blick noch einmal in die Zukunft gerichtet. Im sogenannten Zukunftsparlament der Baukultur treffen Politik, Planung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aufeinander. Gemeinsam diskutieren sie, welche Voraussetzungen ein zukunftsfähiges Land braucht – und wo unterschiedliche Interessen, Erwartungen und Zielvorstellungen aufeinanderprallen. Das Format versteht sich dabei nicht als Suche nach einfachen Antworten, sondern als Einladung, Konflikte sichtbar zu machen, Positionen auszutauschen und neue Perspektiven zu eröffnen. 

Anschließend richtet sich der Blick wieder unmittelbar auf Thüringen. Beiträge und Projekte machen die vielfältige Baukultur des Landes sichtbar und zeigen, welche Potenziale bereits heute vorhanden sind. Dabei wird auch die Verbindung zum ersten Festivaltag hergestellt: Holz steht erneut im Mittelpunkt. Im Dialog mit Norwegen geht es um die regionale Wertschöpfungskette von Wald, Holz und Bau – und um die Frage, was sich aus internationalen Erfahrungen für Thüringen ableiten lässt. Welche Bedingungen braucht es vor Ort, damit der heimische Rohstoff auch regionale Lebensräume prägen kann? 

So verbindet das Baukultur-Festival Thüringen Diskussion und Praxis, Fachdebatte und kulturelles Erleben, regionale Fragen und internationale Perspektiven. Es geht um das, was sich verändert – und um diejenigen, die diesen Wandel mitgestalten können. 

Über die Veranstaltung

Baukultur-Festival Thüringen

Das Baukultur-Festival Thüringen wirft seinen Blick auf die Baukultur in Thüringen und schafft einen Rahmen für Diskussion, Gestaltung und Transformation. Der Fokus liegt besonders auch auf der Thüringer Baupraxis und ihrer Zukunft. 

Das Festival findet vom 04. bis 05.09.2026 im Eiermannbau Apolda in Thüringen statt und lädt alle kostenlos ein. Gefördert wird die Stiftung Baukultur institutionell durch das Land Thüringen. Die Anmeldung erfolgt über die Website des Baukultur-Festivals

"Lächelnde Frau mit schulterlangen braunen Haaren und Brille. Sie trägt einen beigen Blazer über einem hellblauen Hemd und hat ihre Arme verschränkt. Der Hintergrund ist neutral grau."
© Laura_Pollmann

Laura Pollmann

Volontärin

Nach ihrem absolvierten Bachelorstudium in Medien- und Kommunikationsmanagement in Heidelberg und Stationen im Corporate Publishing, befindet sie sich jetzt in der Ausbildung zur Redakteurin von der Axel Springer Academy. Dort ist sie Teil der Redaktion von Vogel Corporate Solutions (ehem. Axel Springer Corporate Solutions).  

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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