Diskutieren. Bündeln. Gestalten. – Das 3. Baukultur-Festival Thüringen
Wie entsteht Baukultur in Thüringen und wie kann sie den Wandel gestalten? Beim 3. Baukultur-Festival Thüringen treffen Menschen aus Planung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aufeinander, um über die Zukunft des Bauens und die Rolle der Baukultur in einem sich verändernden Land zu reden. Zwei Tage lang geht es um neue Perspektiven, konkrete Erfahrungen und die Frage, was es braucht, um Transformation nicht nur zu debattieren, sondern mit Blick auf die Zukunft zu gestalten. Für diese Agenda heißt es diskutieren, Kräfte bündeln und mitgestalten.
Im Mittelpunkt steht dabei Thüringen selbst: ein östliches Bundesland, das schon viele Umbrüche erlebt hat und jetzt vor neuen Möglichkeiten steht. Welche Antworten kann Baukultur auf gesellschaftliche und räumliche Umbrüche geben? Und wie lässt sich eine Baupraxis entwickeln, die regional denkt, Ressourcen nutzt und zugleich offen für neue Wege ist?
Das Festival beginnt mit dem Thüringer Baukultur-Bankett. Hier kommen die Nominierten und Preisträger des Thüringer Staatspreises für Baukulturzusammen und geben persönliche Einblicke in ihre Projekte, Arbeitsweisen und Perspektiven. Anschließend rückt die Thüringer Baukultur-Szene selbst in den Mittelpunkt: In Werkstätten, Gesprächen und Präsentationen werden Projekte vorgestellt, Erfahrungen geteilt und neue Ideen diskutiert. „Das Festival simuliert eine Zukunft im Kleinen. Wir nutzen vorhandene Ressourcen des Ortes und der Region, verstärken uns in lokalen und regionalen Netzwerken und verfolgen nicht nur den Wissenstransfer, sondern ganz konkret Selbstwirksamkeit. Schüler:innen aus Apolda, Gärtner, Winzer, Künstlerund Minister und viele weitere, ganz unterschiedliche Menschen sind Teil dieses Festivals, denn Baukultur geht alle an. Unsere Zielgruppe in unserer täglichen Arbeit, genauso wie im Festival, heißt: Gesellschaft.“, so beschreibt es Elisa Dorn als Teil der Baukultur Stiftung Thüringen.
Mithilfe der Präsentation des Wüstenrot-Forschungsprojekts „Zirkuläres Bauen im ländlichen Raum“ sprechen junge Akteure über ihre Bedürfnisse und darüber, wie zirkuläres Bauen unter den Bedingungen ländlicher Räume gedacht und umgesetzt werden kann. Im Fokus steht dabei der Rohstoff Holz, der sich als roter Faden durch das Festival zieht. Das Festival findet Antworten auf die Fragen, wie Bauen mit Holz etabliert werden kann und wie sich regionale Wertschöpfungsketten gestalten lassen können. Und wie kann das Potenzial Holz – vom Wald bis in die Architektur hinein – komplett ausgeschöpft werden?
Die Agenda
Am zweiten Festivaltag wird der Blick noch einmal in die Zukunft gerichtet. Im sogenannten Zukunftsparlament der Baukultur treffen Politik, Planung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aufeinander. Gemeinsam diskutieren sie, welche Voraussetzungen ein zukunftsfähiges Land braucht – und wo unterschiedliche Interessen, Erwartungen und Zielvorstellungen aufeinanderprallen. Das Format versteht sich dabei nicht als Suche nach einfachen Antworten, sondern als Einladung, Konflikte sichtbar zu machen, Positionen auszutauschen und neue Perspektiven zu eröffnen.
Anschließend richtet sich der Blick wieder unmittelbar auf Thüringen. Beiträge und Projekte machen die vielfältige Baukultur des Landes sichtbar und zeigen, welche Potenziale bereits heute vorhanden sind. Dabei wird auch die Verbindung zum ersten Festivaltag hergestellt: Holz steht erneut im Mittelpunkt. Im Dialog mit Norwegen geht es um die regionale Wertschöpfungskette von Wald, Holz und Bau – und um die Frage, was sich aus internationalen Erfahrungen für Thüringen ableiten lässt. Welche Bedingungen braucht es vor Ort, damit der heimische Rohstoff auch regionale Lebensräume prägen kann?
So verbindet das Baukultur-Festival Thüringen Diskussion und Praxis, Fachdebatte und kulturelles Erleben, regionale Fragen und internationale Perspektiven. Es geht um das, was sich verändert – und um diejenigen, die diesen Wandel mitgestalten können.
Über die Veranstaltung
Baukultur-Festival Thüringen
Über die Veranstaltung
Baukultur-Festival Thüringen
Das Baukultur-Festival Thüringen wirft seinen Blick auf die Baukultur in Thüringen und schafft einen Rahmen für Diskussion, Gestaltung und Transformation. Der Fokus liegt besonders auch auf der Thüringer Baupraxis und ihrer Zukunft.
Das Festival findet vom 04. bis 05.09.2026 im Eiermannbau Apolda in Thüringen statt und lädt alle kostenlos ein. Gefördert wird die Stiftung Baukultur institutionell durch das Land Thüringen. Die Anmeldung erfolgt über die Website des Baukultur-Festivals.
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