Sanierung und Umbau Fördermaschinenhaus II
Seefrachtcontainer im Industriedenkmal: Das Fördermaschinenhaus II in Göttelborn beherbergt heute Ergotherapie und eine Wohnung. Die Bergbaugeschichte bleibt sichtbar.
Das denkmalgeschützte ehemalige Fördermaschinenhaus II des saarländischen Bergwerkes Göttelborn wurde saniert und umgenutzt. Das Gebäude beherbergt nun im Untergeschoss eine Praxis für Ergotherapie und durch den Einbau von gestapelten Seefrachtcontainern im Haus-in-Haus-Prinzip entstand eine Wohnung. Unten befindet sich das Entrée mit WC und Küche, im mittleren Geschoss das Wohnzimmer mit Loggia und Arbeitszimmer und ganz oben das Schlaf- und Badezimmer. Die Container haben innen Wandverkleidungen aus Sperrholz und sind vertikal über eine Raumspartreppe aus Rohstahl verbunden. Die Fassaden des Fördermaschinenhauses aus Klinkermauerwerk wurden gereinigt und gebürstet, Fensterbänder neu klarverglast und das Flachdach abgedichtet. Im Herzstück des Gebäudes ist die Konstruktion des tragenden Stahlskelettes sichtbar. Ein Schwerlast-Laufkran unter der Decke, die große Seilscheibe der elektrischen Fördermaschine und die Bedienwarte zeugen von der damaligen Arbeitswelt. An die Seefrachtcontainer angefügte Balkone und Öffnungen mit Schiebeläden machen den Raum erlebbar.
Umnutzung und Sanierung eines Industriedenkmals
Umnutzung und Sanierung eines Industriedenkmals
Ort: Am Campus 11, 66287 Quierschied-Göttelborn
Bauherr: Carmen Martina Spaniol, Stefan Spaniol
Architektur: Schaus Decker Architekten GmbH, Sulzbach
Fertigstellung: 2021 (Umnutzung)
Architektenkammer des Saarlandes
Team Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitDieser Artikel erschien in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q1/2026 für die Region Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.
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