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Nachwuchsarchitekt:innentag 2026: Plattform für Austausch und Zukunftsfragen

Welche Planungshaltung braucht die Architektur der Zukunft? Wie kann der Spagat zwischen digitaler Planung und baukultureller Intuition gelingen? Und welchen Beitrag kann der Berufsstand zu bezahlbarem Wohnen, nachhaltigem Bauen und fairen Arbeitsbedingungen leisten? Mit diesen und weiteren Zukunftsfragen beschäftigt sich der Nachwuchsarchitekt:innentag 2026, der am 23. Oktober am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) stattfindet.

DAB Redaktion
17.08.2026 3min
Person spricht mit Mikrofon vor einer Gruppe von Veranstaltungsteilnehmenden.
Der Nachwuchsarchitekt:innentag findet alle zwei Jahre statt.
© BAK

Der Nachwuchsarchitekt:innentag 2026 (NAT:26) richtet sich an Studierende, Berufseinsteiger:innen, Lehrende, Architekturbüros und Kammervertreter:innen. Das besondere Konzept: Der Dialog findet generationenübergreifend statt. Junge Planende treffen auf erfahrene Akteur:innen aus Praxis, Lehre, Kammern, Industrie und Politik, um gemeinsam über die Zukunft des Planens und Bauens zu diskutieren. Anstelle klassischer Vorträge stehen Diskussion, das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen und der Austausch zwischen den Generationen im Vordergrund. Die Ergebnisse der Workshops fließen in eine gemeinsame Abschlusserklärung ein, die Impulse für Politik, Hochschulen, Kammern und die Praxis geben soll.

Berufsrolle zwischen Dienstleistung und Haltung

Zehn interaktive Workshops greifen die drängenden Zukunftsfragen des Berufs auf und laden die Teilnehmenden ein, Position zu beziehen. Zum Auftakt steht das Selbstverständnis der planenden Berufe auf dem Prüfstand. Welche Rolle wollen und müssen Architekt:innen in einer Zeit übernehmen, die von Klimawandel, Ressourcenknappheit, sozialer Ungleichheit und geopolitischen Umbrüchen geprägt ist? Reicht Architektur als Dienstleistung aus, oder braucht sie eine deutlich stärkere politische Haltung? Welche Verantwortung tragen Planende für das Gemeinwohl, die Infrastruktur und demokratische Prozesse?

Digitalisierung trifft Arbeitsrealität

Der Blick richtet sich auch auf die Transformation der Berufspraxis: Die Teilnehmenden setzen sich mit BIM, GIS, künstlicher Intelligenz und digitalen Infrastrukturen auseinander und erörtern, wie sie den technologischen Wandel selbst gestalten können, statt von ihm getrieben zu werden. Dabei geht es nicht nur um neue Werkzeuge, sondern auch um Datensouveränität, Innovationskultur und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Technologien. Ebenso kritisch hinterfragen die Workshops die Bedingungen, unter denen Architektur heute entsteht. Wie sehen faire Honorare und gute Arbeitsbedingungen aus? Wie lassen sich mentale Gesundheit, Care-Arbeit und unterschiedliche Lebensrealitäten besser in Büro- und Projektstrukturen integrieren? Und welche Arbeitskulturen braucht eine vielfältige und zukunftsfähige Profession?

Informationen zum diesjährigen NAT:26

Termin: Freitag, 23. Oktober 2026, 10:00 - 18:00 Uhr  
Veranstaltungsort: Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe | Fakultät für Architektur 

Informationen zum NAT:26 in Karlsruhe auf der Website der BAK.
Programm / Workshops: akbw.de/nat26 
Hier geht es zur Anmeldung. 

Der NAT:26 wird gemeinsam von nexture+, der Bundesarchitektenkammer sowie den Architektenkammern Rheinland-Pfalz, Saarland und Baden-Württemberg veranstaltet.

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Copilot said:  Person schreibt Beiträge auf Moderationsbögen an einer Pinnwand, weitere Teilnehmende im Hintergrund.
© BAK
Gruppe diskutiert Ideen auf einer beschrifteten Papierfläche im Hörsaal.
© BAK
Präsentation von Workshop-Ergebnissen vor Teilnehmenden auf einer Tribüne.
© BAK

Umbaukultur statt Neubaulogik

Wie ein roter Faden zieht sich die Bau- und Planungswende durch das Programm. Anstelle von reflexhaftem Neubau rücken Umbau, Bestandserhalt, Klimaresilienz und ressourcenschonende Planungsstrategien in den Mittelpunkt. Gleichzeitig werden die Zukunft der Architekturausbildung, transdisziplinäre Zusammenarbeit, die Wohnungskrise und neue Formen der Partizipation thematisiert. In weiteren Workshops werden wirtschaftliche Machtstrukturen im Bauwesen, der Einfluss von Vergabe- und Wettbewerbsverfahren sowie die Frage beleuchtet, wie Architekt:innen und ihre Kammern gesellschaftliche Debatten künftig sichtbarer mitgestalten können. Alle Workshops verbindet ein gemeinsames Ziel: Die Teilnehmenden wollen nicht nur Probleme benennen, sondern gemeinsam Haltungen entwickeln und konkrete Impulse für eine zukunftsfähige Planungskultur formulieren.

 

Institutionelle Verankerung einer Nachwuchsinitiative

Der bundesweite Kongress wurde 2022 vom Nachwuchsnetzwerk nexture+ in Kooperation mit der Bundesarchitektenkammer ins Leben gerufen. Seither hat sich die Veranstaltung zu einer wichtigen Plattform für den Austausch entwickelt. In diesem Jahr wird der NAT:26 von nexture+, der Bundesarchitektenkammer sowie den Architektenkammern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland ausgerichtet. Das Programm wird durch inspirierende Kurzvorträge, ein gemeinsames Get-together sowie Führungen am KIT am Folgetag ergänzt.

Wer die Bauwende, die digitale Transformation und neue Formen der Zusammenarbeit aktiv mitgestalten möchte, findet hier die passende Plattform, um Ideen einzubringen, Netzwerke aufzubauen und Perspektiven für den Berufsstand zu entwickeln.

FAQs zum Nachwuchsarchitekt:innentag 2026

Wer kann am NAT:26 teilnehmen?

Der Kongress richtet sich an Studierende, Berufseinsteiger:innen, Lehrende, Architekturbüros und Kammervertreter:innen.

Was unterscheidet den NAT:26 von einer klassischen Fachkonferenz?

Statt Vorträgen im Frontalformat stehen zehn interaktive Workshops im Mittelpunkt, in denen Teilnehmende gemeinsam diskutieren und Lösungen erarbeiten. Die Ergebnisse fließen in eine gemeinsame Abschlusserklärung ein.

Was ist nexture+?

nexture+ ist das Nachwuchsnetzwerk, das den NAT 2022 gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer gegründet hat. Sie ist die bundesweite Nachwuchsorganisation für Studierende, Berufseinsteigende und junge Lehrende der Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadt- und Raumplanung.
 

Welche Rolle spielt die Bau- und Planungswende beim NAT:26?

Sie ist ein zentrales Querschnittsthema des Programms: Umbau, Bestandserhalt, Klimaresilienz und ressourcenschonende Planungsstrategien stehen im Vordergrund.

Was passiert mit den Ergebnissen der Workshops?


Sie fließen in eine gemeinsame Abschlusserklärung ein, die Impulse für Politik, Hochschulen, Kammern und die Praxis geben soll.

Wo finde ich das vollständige Programm und die Anmeldung?


Programm, Workshop-Übersicht und weitere Informationen unter akbw.de/nat26.

DAB Redaktion

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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