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Erfahrung trifft Zukunft: Neue Wege für die Büronachfolge

Mit „Erfahrung trifft Zukunft“ bringt die Architektenkammer Thüringen junge Planer:innen und Büroinhaber:innen zusammen. Das neue Austauschformat zeigt, wie Nachfolge im Dialog gelingen kann.

Sarah Maria Rothe
10.06.2026 2min
Detail eines gelben Holztisches mit zwei Personen in intensivem Gespräch – eine Frau mittleren Alters in pink-farbenem Hemd und ein mann mit dunklem Jackett. Beide beugen sich leicht nach vorne, engagiert im Dialog. Weiße Notizblöcke und eine Flasche liegen auf dem Tisch. Der Raum ist hell und modern ausgestattet."
© Architektenkammer Thüringen

Am 12. Mai 2026 kamen in Erfurt Studierende, junge Planer:innen, Büroinhaber:innen und Geschäftsführer:innen aus Architektur und Ingenieurwesen zusammen, um sich über berufliche Perspektiven, Formen der Zusammenarbeit und die Zukunft bestehender Büros auszutauschen. Bereits zu Beginn zeigte sich das große Interesse an einem generationenübergreifenden Dialog zwischen erfahrenen Büroverantwortlichen und potenziellen Nachfolger:innen. Veranstaltet wurde der Abend von der Architektenkammer Thüringen gemeinsam mit der AG Junge Planende Thüringen und der Fachhochschule Erfurt.

Nach einer Einführung durch Erik Hupke von der Arbeitsgruppe Junge Planende Thüringen sowie kurzen Impulsen der Veranstalter:innen begann der moderierte Austausch. Zum Einstieg standen persönliche Beweggründe und Erfahrungen im Berufsalltag im Mittelpunkt: Was führte die Teilnehmenden zur Veranstaltung? Welche Erwartungen bestehen an die eigene berufliche Entwicklung? Welche Herausforderungen prägen den Alltag im Planungsbüro? Die Gesprächsimpulse erleichterten den Einstieg und machten unterschiedliche berufliche Perspektiven sichtbar.  

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Eine anschließende „Eisbrecher“-Übung verdeutlichte verschiedene Sichtweisen innerhalb der Gruppe und leitete in das zentrale Format des Abends über. Im Rahmen eines Speed-Datings kamen die Teilnehmenden in kurzen Gesprächsrunden miteinander in Kontakt. Der intensive Austausch entwickelte schnell eine hohe Dynamik und dauerte schließlich rund anderthalb Stunden an.

Im weiteren Verlauf rückten Fragen der Büro- und Unternehmensnachfolge stärker in den Fokus. Diskutiert wurden mögliche Modelle der Zusammenarbeit, Erwartungen an zukünftige Partnerschaften sowie Perspektiven für die kommenden Jahre. Dabei wurde deutlich, dass Nachfolgeprozesse im Planungswesen selten standardisiert verlaufen. Persönliche Zielvorstellungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die jeweilige Bürokultur prägen die Übergabeprozesse maßgeblich und erfordern individuelle Lösungen.  

"Großer Seminarraum mit modernem Holz-Lattendecken-Design und indirekter Beleuchtung. Zahlreiche Teilnehmende sitzen an leuchtend gelben Tischen und haben Gespräche. Im Hintergrund eine dunkle Wand mit wellenförmigem Muster. Bunte Plakate und Nummern (2, 3) kennzeichnen verschiedene Bereiche. Runde Tische im Vordergrund mit Dokumenten."
© Architektenkammer Thüringen
"Detailansicht eines gelben Holztisches mit zwei Personen im Gespräch. Eine Frau mit dunklem Haar und Brille trägt schwarze Kleidung, ein Mann mit Brille und grauem Hemd sitzt ihr gegenüber. Auf dem Tisch liegen Dokumente, Stifte und eine Flasche mit Getränk. Im Hintergrund weitere Teilnehmende und ein digitales Display mit der Nummer 13."
© Architektenkammer Thüringen
"Seitenansicht eines gelben Holztisches mit zwei Männern im Gespräch – ein älterer Mann im dunklen Anzug und ein jüngerer Mann im beigen Pullover. Beide schauen sich an und lächeln. Auf dem Tisch liegen weiße Dokumente, eine Flasche und andere Materialien. Im Hintergrund weitere Teilnehmende und Poster an der Wand."
© Architektenkammer Thüringen

Besondere Aufmerksamkeit galt zudem den Anforderungen, die mit der Führung und Weiterentwicklung eines Planungsbüros verbunden sind. Neben der eigentlichen Planungsarbeit wurden Themen wie Mitarbeiter:innenführung, Projektmanagement, Akquise, Kommunikation, Buchhaltung, Datenorganisation sowie rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen angesprochen. Auch der Wunsch nach Mentoring, kollegialem Austausch und praxisnaher Begleitung wurde mehrfach formuliert.

Die Gespräche machten deutlich: Erfolgreiche Nachfolgeprozesse hängen nicht allein von organisatorischen Fragen ab, sondern vor allem von Vertrauen, gemeinsamen Werten und der passenden Konstellation zwischen Büro und Nachfolge. Die Veranstalter sehen darin den Auftakt für einen langfristigen Austausch zur Zukunft der Planungsbüros in Thüringen – weitere Vernetzungsformate sind bereits geplant.  

Sarah Maria Rothe

Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit Architektenkammer Thüringen DAB Redaktion Thüringen
Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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