Deutsches Architektenblatt Logodab-logo
Finden Sie genau die Themen,
die Sie interessieren

Die beliebtesten Themen:

Deutsches Architektenblatt Logodab-logo Deutsches Architektenblatt Logodab-logo-description

Masterstudiengang Städtebau: 20 Jahre Erfolgsmodell

Der Masterstudiengang Städtebau NRW ging im WS 2005/06 an den Start – und stellt bis heute eine einmalige Form der hochschulübergreifenden Kooperation dar. Anlässlich des Jubiläums sprachen wir mit Prof. Dr. i. R. Hilde Schröteler-von Brandt.

Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
25.09.2026 2min
Hilde Schröteler-von Brandt entwickelte Anfang der 2000er-Jahre mit weiteren Städtebaulehrenden den Masterstudiengang Städtebau NRW.
© privat

Christof Rose: Prof. Schröteler-von Brandt, wie ist es vor 20 Jahren zu der ungewöhnlichen Kooperation gekommen? 

Hilde Schröteler-von Brandt: Ein Teil der Städtebaulehrenden in NRW hatte sich bereits Anfang der 2000er-Jahre mit der Architektenkammer zusammengesetzt, um eine Art „städtebauliche Nachausbildung“ für die Absolvent:innen der Architekturstudiengänge zu besprechen. Aus unserer Sicht kam die städtebauliche Schwerpunktsetzung dort zu kurz und sollte bei den damals anstehenden Reformen der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge noch weiter beschnitten werden. Viele Hochschulen hatten zudem zu wenige Städtebauprofessuren für eigene Städtebau-Masterstudiengänge. Unsere Idee war, Kompetenzen zu bündeln und gemeinsam ein eigenes Profil für die städtebauliche Weiterqualifizierung im Rahmen eines Masterstudienganges für Architekt:innen zu schaffen. Als Basis wurde 2004 ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, der bis heute das Herzstück unserer Zusammenarbeit ist. 

Was soll der Masterstudiengang Städtebau NRW konkret erreichen? 

Die inhaltliche Zielsetzung unseres Studienganges ist nach wie vor, die städtebauliche Gestaltungskompetenz der Studierenden zu stärken. Zudem stehen die Vermittlung und Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Bedingungen für Stadtentwicklung und das komplexe Feld der Stadtproduktion mit den jeweiligen Transformationsaufgaben im Mittelpunkt. 

ANZEIGE
ANZEIGE
© privat
Zur Person

Prof. Dr. i. R. Hilde Schröteler-von Brandt

Architektin und Stadtplanerin

Prof. Dr. i. R. Hilde Schröteler-von Brandt vertrat eine Professur im Lehrgebiet Städtebau an der Universität Siegen. Bis 2022 war sie Geschäftsführerin des Masterstudienganges Städtebau NRW. 

Wie eng ist der Austausch zwischen den beteiligten Hochschulen? 

Der Austausch untereinander ist sehr eng. Wir sind ein kleiner Studiengang mit nur ca. 25 Studierenden pro Jahrgang und 20 Lehrenden, d. h., wir haben hier ein intensives Betreuungsverhältnis, welches insbesondere auch in den zentralen Studienprojekten einen engen Austausch ermöglicht. 

Was können andere Hochschulen vom Master Städtebau NRW lernen? 

In einer der dichtesten Metropolregionen Europas sehen wir unsere Aufgabe darin, die Transformationsanforderungen in städtischen und ländlichen Regionen intensiv im Studiengang zu platzieren. Vor allem das Vertrauen untereinander und die Verlässlichkeit sind wohl zentral für die nunmehr 20 Jahre des Bestehens.

 

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie hier: master-staedtebau-nrw.de


Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q3/2026 für Nordrhein-Westfalen.

Architektenkammer Nordrhein-Westfalen

DAB Redaktion Nordrhein-Westfalen
Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

Bauen Sie Ihre
Zukunft – jetzt
Stellen entdecken

Das könnte Sie auch interessieren

„Draufsicht auf ein städtebauliches Architekturmodell mit weißen Baukörpern und Miniaturbäumen entlang der Straßen und Plätze.“

Müssen wir noch Modelle bauen? Unbedingt!

Nachwuchs-Kolumne: Wenn KI räumliche Varianten in Sekunden erzeugt, stellt sich die Frage nach dem Wert des haptischen Arbeitsmodells neu. Ein Plädoyer für das Bauen als Teil des räumlichen Denkens – und für Qualität statt bloßer Geschwindigkeit im Entwurfsprozess.

Nachwuchs Bundesweit
23.09.2026
"Abstrakte Darstellung einer Waage vor blauem Hintergrund. Zwei weiße Messstäbe mit blauen Kugeln als Gewichte sind durch Seile verbunden und balancieren einen zentralen Messstab mit Markierungen. Symbolisiert Ausgleich und Messung."

Vielfalt braucht Rahmenbedingungen

Was bedeutet es, Architektin, Innenarchitekt, Landschafts­architektin oder Stadtplaner zu sein? Mit der Kammer­zulassung wird diese Frage ebenso verhandelt wie der Wandel der professionellen Rahmenbedingungen.

Nachwuchs Bundesweit
14.09.2026
Illustration eines Tiny Forest mit Bäumen, Totholz, Vögeln und sichtbarem Wurzelwerk.

„Gebt das Denken nicht auf. Es geht nicht darum, Lösungen von der Stange zu suchen, sondern individuelle Lösungen zu finden.“

An der TU Berlin bildet Prof. Dr. Norbert Kühn Landschaftsarchitekt:innen für eine Zeit aus, in der Freiräume zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben zählen – während der eigene Studiengang zugleich unter Kürzungsdruck gerät. Er erklärt, warum Landschaft kein Luxus ist, sondern Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Nachwuchs Bundesweit
18.08.2026
Mann mit dunklem Hemd und beiger Hose steht vor einer Glasfront mit Blick auf Garten und Bäume.
Geschwungene Holzstruktur mit parallelen Linien, die eine organische, fließende Form bilden.
Freitreppe mit grasbedeckten Seitenflächen vor einem modernen, geschwungenen Gebäude mit weißer Fassade und dunklem Unterbau.
Blick über eine große, gepflasterte Fläche auf ein modernes Gebäude mit schrägen Stützen und Glasfassade, im Hintergrund Stadtgebäude und Bäume.

Neues Wissen,
smarte Projekte und
inspirierende Ideen

Entdecken Sie die Welt der Architektur – 
jetzt im exklusiven DAB Update!

Bitte gültige E-Mail-Adresse eingeben. Bestätigung der Datenschutzerklärung ist erforderlich.