Masterstudiengang Städtebau: 20 Jahre Erfolgsmodell
Der Masterstudiengang Städtebau NRW ging im WS 2005/06 an den Start – und stellt bis heute eine einmalige Form der hochschulübergreifenden Kooperation dar. Anlässlich des Jubiläums sprachen wir mit Prof. Dr. i. R. Hilde Schröteler-von Brandt.
Christof Rose: Prof. Schröteler-von Brandt, wie ist es vor 20 Jahren zu der ungewöhnlichen Kooperation gekommen?
Hilde Schröteler-von Brandt: Ein Teil der Städtebaulehrenden in NRW hatte sich bereits Anfang der 2000er-Jahre mit der Architektenkammer zusammengesetzt, um eine Art „städtebauliche Nachausbildung“ für die Absolvent:innen der Architekturstudiengänge zu besprechen. Aus unserer Sicht kam die städtebauliche Schwerpunktsetzung dort zu kurz und sollte bei den damals anstehenden Reformen der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge noch weiter beschnitten werden. Viele Hochschulen hatten zudem zu wenige Städtebauprofessuren für eigene Städtebau-Masterstudiengänge. Unsere Idee war, Kompetenzen zu bündeln und gemeinsam ein eigenes Profil für die städtebauliche Weiterqualifizierung im Rahmen eines Masterstudienganges für Architekt:innen zu schaffen. Als Basis wurde 2004 ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, der bis heute das Herzstück unserer Zusammenarbeit ist.
Was soll der Masterstudiengang Städtebau NRW konkret erreichen?
Die inhaltliche Zielsetzung unseres Studienganges ist nach wie vor, die städtebauliche Gestaltungskompetenz der Studierenden zu stärken. Zudem stehen die Vermittlung und Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Bedingungen für Stadtentwicklung und das komplexe Feld der Stadtproduktion mit den jeweiligen Transformationsaufgaben im Mittelpunkt.
Wie eng ist der Austausch zwischen den beteiligten Hochschulen?
Der Austausch untereinander ist sehr eng. Wir sind ein kleiner Studiengang mit nur ca. 25 Studierenden pro Jahrgang und 20 Lehrenden, d. h., wir haben hier ein intensives Betreuungsverhältnis, welches insbesondere auch in den zentralen Studienprojekten einen engen Austausch ermöglicht.
Was können andere Hochschulen vom Master Städtebau NRW lernen?
In einer der dichtesten Metropolregionen Europas sehen wir unsere Aufgabe darin, die Transformationsanforderungen in städtischen und ländlichen Regionen intensiv im Studiengang zu platzieren. Vor allem das Vertrauen untereinander und die Verlässlichkeit sind wohl zentral für die nunmehr 20 Jahre des Bestehens.
Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie hier: master-staedtebau-nrw.de
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q3/2026 für Nordrhein-Westfalen.
Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
DAB Redaktion Nordrhein-WestfalenDas könnte Sie auch interessieren
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