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Der blinde Fleck der Landschaftsarchitektur

Wir vermessen, kartieren und analysieren Landschaft und entwerfen auf ihrer Grundlage. Doch bevor wir einen Ort verändern, sollten wir lernen, ihn wieder wahrzunehmen. Die Landschaftsarchitektin Fanny Brandauer plädiert für einen Perspektivwechsel, der den Entwurfsprozess grundlegend verändert.

DAB Redaktion
07.08.2026 8min
Mapping: Landschaft erwandern, Alpengarten Bad Aussee (AT), 2024. Artist Residency, Gravity and Growth, Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024 (Evalie Wagner)
© Fanny Brandauer

Schließen Sie die Augen. Nur für einen Moment. Was hören Sie? Vielleicht das Verkehrsrauschen einer Straße, das Knirschen von Schritten auf Kies oder einen Vogelruf in den Baumkronen. Riecht es hier nach feuchter Erde, warmem Asphalt, trockenem Gras oder Regen? Ist die Luft kühl oder warm? Stehen Sie im Schatten oder in der Sonne? Und verändert sich all das, wenn Sie nur wenige Schritte weitergehen?

Mit dieser Übung beginnt Fanny Brandauer ihre Semester an der Universität Kassel, wo sie seit 2024 Gastprofessorin ist. Am Anfang steht die bewusste Wahrnehmung eines Ortes – eine Erfahrung, die so selbstverständlich scheint, dass sie im Planungsalltag oft verloren geht. Denn Landschaft, davon ist die Landschaftsarchitektin überzeugt, erschließt sich nicht allein über das Sehen. Sie spricht über Gerüche und Geräusche, über Temperaturen, Lichtstimmungen, Luftfeuchtigkeit, Materialität und Erinnerungen. Landschaft wirkt auf alle Sinne zugleich und erzählt dabei weit mehr, als sich in Karten, Luftbildern oder Bestandsplänen festhalten lässt.

Das Missverständnis des Landschaftsbegriffs

Für Brandauer lohnt es sich zunächst, einen Blick auf den Begriff selbst zu werfen. Dieser sei keineswegs eindeutig definiert. Was Menschen darunter verstehen, unterscheidet sich von Kultur zu Kultur und hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert. Im deutschsprachigen Raum wird Landschaft jedoch bis heute häufig mit Natur gleichgesetzt, also mit etwas, das außerhalb der Stadt liegt und Erholung verspricht. Dieses Verständnis ist historisch gewachsen. Die Landschaftsmalerei und die Romantik haben Bilder hervorgebracht, die unser Landschaftsverständnis bis heute prägen. Brandauer ist mit dieser Vorstellung von Landschaft heute nicht mehr zufrieden. Stadt und Landschaft sind für sie keine Gegensätze. Straßenraum, Parkplatz, Gewerbegebiet, Steinbruch oder Garten gehören für sie ebenso zur Landschaft wie Wiese oder Wald.  

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Wer Landschaft so versteht, kann den Menschen nicht länger außerhalb dieses Systems denken. Sie sind Teil eines komplexen Beziehungsgefüges aus Geologie, Klima, Geschichte, Nutzung, Pflanzen, Tieren und anderen Menschen. Landschaft entsteht aus diesen Beziehungen und verändert sich mit ihnen ständig. Wer einen Ort gestaltet, arbeitet deshalb nie auf einer leeren Fläche. Gerade deshalb beginnt Gestaltung für Brandauer lange vor dem ersten Entwurf.

Eine Gruppe verschiedener Personen geht im Sommer durch einen grünen Gartenpfad, im Hintergrund ein Gebäude mit Metallverkleidung und Bäumen."
"Terrain Jardin": Entwurfsstudio zum Thema „Garten“ Im Großen Garten Gerswalde (Uckermark), Sommersemester 2026
© Fanny Brandauer
Ein hölzerner Tisch voller aufgeschlagener Notizbücher und Skizzenbücher, umgeben von gepressten Pflanzen, einzelnen Blättern, Muscheln und kleinen Fundstücken.
"Terrain Jardin": Entwurfsstudio zum Thema „Garten“ Im Großen Garten Gerswalde (Uckermark), Sommersemester 2026
© Fanny Brandauer
Nahaufnahme von Notizbüchern mit botanischen Skizzen, Handschriften und eingeklebten Pflanzen auf einer Holzoberfläche, ergänzt durch lose Blätter und grüne Blätter.
"Terrain Jardin": Entwurfsstudio zum Thema „Garten“ Im Großen Garten Gerswalde (Uckermark), Sommersemester 2026
© Fanny Brandauer
Auf braunem Packpapier sind akribisch Naturmaterialien angeordnet: ein kleiner Kupferkessel, Zweige, Efeu, Moos, Rindenstücke und kleine Gefäße mit getrockneten Pflanzenteilen.
"Rossows Gärten", Materialcollage der Akademiegärten von Walter Rossow, Akademie der Künste Berlin
© Fanny Brandauer
Eine kuratierte Wandcollage zeigt historische Schwarz-Weiß-Architekturfotos, getrocknete und gepresste Blüten in geometrischen Formen, handgeschriebene Texte und botanische Listen.
"Rossows Gärten", Materialcollage der Akademiegärten von Walter Rossow, Akademie der Künste Berlin
© Fanny Brandauer

Ich bediene mich auch immer einer Schrittfolge: Landschaft lesen, Landschaft entschichten, Landschaft destillieren und Landschaft lesbar machen.

Porträt einer jungen Frau mit dunklen, leicht gelockten Haaren, weißem Hemd und rotem Lippenstift vor einer verschwommenen gelben Kulisse.
© Nora Hollstein

Fanny Brandauer

Landschaften lesen, entschichten, destillieren  

Brandauer beschreibt ihre Herangehensweise in einfachen Schritten. Am Anfang steht das Lesen. Bevor ein Konzept entstehen könne, müsse zunächst verstanden werden, was einen Ort ausmache. Alles wirke gleichzeitig zusammen. Vollständig erfassen lasse sich das nie. Aber man kann versuchen, diese Schichten zu lesen und zu verstehen. Dabei geht es nicht darum, einem Ort eine neue Idee überzustülpen, sondern seine Eigenart freizulegen und vorhandene Qualitäten sichtbar zu machen. So entwickelt sich Gestaltung aus dem Ort heraus. Darin liegt für sie auch eine besondere Verantwortung, denn wer Landschaft gestaltet, verändert Räume oft dauerhaft. Umso wichtiger ist ein behutsamer Umgang mit dieser Ressource. Nicht jeder Ort braucht eine spektakuläre neue Idee. Manchmal liegt die eigentliche Qualität darin, sichtbar zu machen, was längst vorhanden ist.

Sie hat diese Haltung aus der Praxis entwickelt, da ihr der klassische Werkzeugkasten der Landschaftsarchitektur für manche Fragen nicht ausreichte. Nach mehreren Jahren in der Planungspraxis entschloss sie sich, einen anderen Weg einzuschlagen. Sie ist auf der Suche nach einem Raum, in dem grundlegend über Landschaft nachgedacht und neue Formen der Wahrnehmung erprobt werden können. Sie sucht nach einer Nische, die es so bislang noch nicht gibt, nach einem Recherchefeld zwischen Landschaftsarchitektur, Kunst und kuratorischer Praxis.

Eine Poster-Collage zum Thema Schmecken mit dem Titel ‚Salon Landschaft: Das große Fressen / Schmecken‘. Sie zeigt historische Landkarten, Birnen-Illustrationen, ein Foto von einem gedeckten Tisch nach dem Essen sowie Ausschnitte von Agrarlandschaften und Texten.
"Das große Fressen": Entwurfsstudio zum Thema „Schmecken von Landschaft“, Sommersemester 2025, Uni Kassel
© Fanny Brandauer
Eine Poster-Collage zum Thema Hören mit dem Titel ‚Salon Landschaft: Tales of a Landscape / Hören‘. Sie kombiniert wissenschaftliche Illustrationen des menschlichen Ohrs, Tonaufnahmegeräte in einer Gartenanlage, Vogel-Illustrationen, eine Schallplatten-Grafik und urbane Aussichten.
"Tales of a Landscape": Entwurfsstudio zum Thema „Hören von Landschaft“ und thematische Exkursion in die Lausitz, Wintersemester 2025/26, Uni Kassel
© Fanny Brandauer
Eine Poster-Collage zum Thema Riechen mit dem Titel ‚Salon Landschaft: Terra Olfactoria / Riechen‘. Sie enthält grafische Darstellungen des menschlichen Riechorgans, Duftölfläschchen, historische Reliefs, getrocknete Pflanzen und eine Laborinstallation.
"Terra Olfactora": Seminar zum Thema „Riechen von Landschaft“ und thematische Exkursion nach Marseille/Provence, Sommersemester 2026, Uni Kassel
© Fanny Brandauer
Eine Collage aus 16 Fotos, die verschiedene Porträts von Personen, Architektur, Natur, Insekten und Gesprächssituationen in gedeckten Farben zeigen.
"Salon Landschaft": Wovon erzählt die Landschaft? Gesprächsreihe, Akademie der Künste Berlin
© Fanny Brandauer

Der Salon Landschaft

Der Name erinnert an die Salonkultur vergangener Jahrhunderte und an Orte des Austauschs und der intellektuellen Debatte. Brandauer versteht den „Salon Landschaft“ als offenes, transdisziplinäres Format, in dem landschaftsarchitektonische Fragestellungen auf Kunst und kuratorische Praxis treffen. Mal entsteht daraus eine Ausstellung, ein Gespräch oder eine Intervention im Stadtraum, mal ein Garten oder ein Text. Immer geht es jedoch darum, Landschaft über andere Zugänge erfahrbar zu machen. Denn nicht alles, was einen Ort ausmacht, lässt sich vermessen oder kartieren. Atmosphäre, Geräusche, Gerüche, Lichtstimmungen oder Erinnerungen prägen unsere Wahrnehmung ebenso wie Topografie oder Vegetation. Genau dort setzt Brandauers Recherche an.

Dafür bedient sie sich bewusst künstlerischer Methoden. Mithilfe unterschiedlicher Medien wie Zeichnungen, Texten, Tonaufnahmen oder Collagen nähert sie sich einem Ort, ohne ihn vorschnell festzulegen. Erst wenn diese „Schatzkiste“ an Eindrücken entstanden ist, beginnt der eigentliche Entwurf

Eine Luftbildaufnahme von oben zeigt einen gepflasterten Stadtplatz, auf dem viele Bäume in großen Kübeln und Holzbänke angeordnet sind; einige Personen stehen oder sitzen verteilt auf dem Platz.
Projekt „Baumschule Kulturforum“ 2023–2027; Gärtnerische Freirauminstallation im Kulturforum Berlin
© Lukas Reyer
Eine Installation im Freien auf einem gepflasterten Platz: Viele junge Bäume stehen in großen schwarzen Kübeln, dazwischen befinden sich hölzerne Bänke und eine halbkreisförmige Metallkonstruktion.
Projekt „Baumschule Kulturforum“, 2023–2027; Gärtnerische Freirauminstallation im Kulturforum Berlin
© David Hiepler
"Eine Gruppe von Menschen steht auf einem gepflasterten Platz vor Bäumen im Kübel, während eine Frau in der Mitte mit ausgestreckter Hand den Stamm eines Baumes berührt."
Projekt „Baumschule Kulturforum“, 2023–2027; Gärtnerische Freirauminstallation im Kulturforum Berlin
© Stefanie Heider
"Mehrere Bäume und Sträucher in großen schwarzen Kübeln stehen auf einem gepflasterten Vorplatz, im Hintergrund ist eine helle Architektur mit gelber Fassade zu sehen."
Projekt „Baumschule Kulturforum“, 2023–2027; Gärtnerische Freirauminstallation im Kulturforum Berlin
© Fritz Brunier

Projekt Baumschule Kulturforum:

Ein Projekt am Berliner Kulturforum zeigt, wie sich eine solche Haltung in der Praxis umsetzen lässt. Einer der bedeutendsten Stadträume der Republik liegt zwischen Philharmonie, Neuer Nationalgalerie und den weiteren Kulturinstitutionen. Dessen Freiräume werden aber bis heute kaum als zusammenhängender Ort wahrgenommen. Es gibt unterschiedliche Ebenen, Beläge, Zugänge und Zuständigkeiten. Vieles ist vorhanden, doch es fehlt die Verbindung zu einem lesbaren Ganzen.

Mit der temporären „Baumschule Kulturforum“, die das atelier le lalto gemeinsam mit zahlreichen Partnerinstitutionen entwickelte und an deren Umsetzung Brandauer maßgeblich beteiligt war, geht es deshalb nicht darum, den Ort neu zu erfinden. Die Intervention fragt vielmehr, welches Potenzial bereits vorhanden ist und wie sich dieses sichtbar machen lässt. Was geschieht, wenn plötzlich Bäume dort stehen, wo bislang vor allem steinerne Weite dominiert? Wie verändern sich dadurch Orientierung, Aufenthalt und Atmosphäre? Das Projekt liefert keine fertigen Antworten, sondern macht Möglichkeiten sichtbar und eröffnet einen Dialog darüber, wie dieser Ort künftig gelesen werden könnte.

Produktionsleitung Fanny Brandauer

Mit: atelier le balto (Künstlerische Leitung), Klaus Biesenbach/Neue Nationalgalerie (Kuratorische Leitung), Stiftung St. Matthäus (Projektträgerin), Berliner Philharmoniker und Stiftung Preußischer Kulturbesitz (Projektkooperation)

Eine grafische Collage auf weißem Grund zeigt handgezeichnete Landkarten, topografische Skizzen, handschriftliche Notizen sowie digital angeordnete gepresste Pflanzen wie Blüten und Gräser."
"Tales of a Postglacial Landscape", 2024, Rhonegletscher, Furka Pass (CH) Artist residency in:dépendance eth furka zone, Chair for Architecture and Attitude, Prof. Jan De Vylder, ETH Zürich
© Fanny Brandauer
Links: Eine alpine Gletscherlandschaft unter blauem Himmel mit weißen Schutzplanen über dem Eis; im Vordergrund liegt ein großer Stapel aufgerollter, schmutziger Abdeckplanen auf Steinen. Rechts:Das Innere einer Eishöhle mit blau schimmernden Eiswänden, die von Metallstützen und Holzträgern stabilisiert werden; am Boden liegen Eisbrocken und ein orangefarbenes Kabel.
Tales of a Postglacial Landscape, 2024, Rhonegletscher, Furka Pass (CH) Artist residency in:dépendance eth furka zone, Chair for Architecture and Attitude, Prof. Jan De Vylder, ETH Zürich
© Fanny Brandauer
Eine alpine Gebirgslandschaft mit felsigen Hängen und einem Gletscher, der großflächig mit weißen Schutzplanen abgedeckt ist; rechts führt ein hölzerner Steg über das Gestein.
Tales of a Postglacial Landscape, 2024, Rhonegletscher, Furka Pass (CH) Artist residency in:dépendance eth furka zone, Chair for Architecture and Attitude, Prof. Jan De Vylder, ETH Zürich
© Fanny Brandauer
Auf einem verkratzten roten Tisch liegen nebeneinander verschiedene gepflückte Blumen, Gräser und Stängel, dazu vier rote Holzperlen, ein Haufen zerknülltes Papier und kleine Bastelmaterialien
Tales of a Postglacial Landscape, 2024, Rhonegletscher, Furka Pass (CH) Artist residency in:dépendance eth furka zone, Chair for Architecture and Attitude, Prof. Jan De Vylder, ETH Zürich
© Fanny Brandauer

Der Rhonegletscher

Am Rhonegletscher erlebt Brandauer, wie grundlegend die Wahrnehmung den Blick auf die Landschaft verändern kann. Über den Klimawandel und die Folgen schmelzender Gletscher wusste sie bereits Bescheid. „Erst dort habe ich begriffen, was das bedeutet“, sagt sie – durch die körperliche Erfahrung des Ortes.

Stundenlang hört sie fast nichts außer dem Tropfen, Rauschen und Knacken des Wassers. Der Gletscher schmilzt hörbar. Dazwischen liegen die Geotextilien, mit denen versucht wird, das Eis zu schützen. Gleichzeitig entdeckt sie zwischen Schutt und Moränen die ersten Pflanzen, die den neu freigelegten Boden besiedeln. Verlust und Neubeginn liegen hier dicht beieinander. Für Brandauer zeigt dieser Moment, dass Landschaft kein fertiger Zustand ist, sondern ein fortwährender Prozess. Manche Zusammenhänge erschließen sich erst, wenn man das Erlebnis vor Ort zulässt.

Damit führt der Gedanke wieder zurück an den Anfang. Schließen wir noch einmal die Augen. Riechen, Hören und Spüren. Oder, um es mit Fanny Brandauers Worten zu sagen: „Sich Momente der Ruhe und der Aufmerksamkeit zu nehmen, das ist schon mal ein ziemlich guter Anfang.“ 

Porträt einer jungen Frau mit dunklen, leicht gelockten Haaren, weißem Hemd und rotem Lippenstift vor einer verschwommenen gelben Kulisse.
© Nora Hollstein
Zur Person

Fanny Brandauer

Fanny Brandauer ist Landschaftsarchitektin und bewegt sich an der Schnittstelle von Landschaftsarchitektur, Kunst und kuratorischer Praxis. Nach ihrem Studium an der Universität für Bodenkultur Wien und der Technischen Universität München war sie mehrere Jahre bei Studio Vulkan Landschaftsarchitektur tätig. Im Jahr 2024 gründete sie das transdisziplinäre Format „Salon Landschaft“. Seit 2024 hat sie die Gastprofessur „Landschaftsästhetik im Entwurf“ an der Universität Kassel inne. Dort erforscht sie gemeinsam mit ihren Studierenden neue Methoden der Landschaftswahrnehmung und -vermittlung und untersucht, wie sich künstlerische Arbeitsweisen für den Entwurfsprozess nutzen lassen.
https://fannybrandauer.com

DAB Redaktion

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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