„Zukunftsfähige Bauweisen werden in der breiten Anwendung noch immer häufig als experimentell wahrgenommen“
Eine Frage – mehrere Meinungen: Welche Herausforderungen sieht der Nachwuchs? Zwischen Klima, Krise und Verantwortung: junge Planerinnen zu den Themen, für die sie Lösungen finden wollen
Eine der größten Herausforderungen für uns als Architekt:innen ist auch eine der größten Herausforderungen der Menschheit: die tiefgreifende Veränderung unserer Umwelt durch Klimawandel und Ressourcenverschwendung. Was wir zur Lösung beitragen können, ist die Rückkehr zur Suffizienz bei Baustoffen und Gebäuden: verwenden, was da ist, nur wenn nötig durch Neues ergänzen und die Gesamtauswirkung sorgsam betrachten.
Ein einfacheres Gebäude ist nicht schlechter, sondern präziser: Es erfordert mehr Kontextbezug und besteht nur aus Räumen und Bauteilen, die wirklich gebraucht werden. Das Problem in der Umsetzung dieses Anspruchs sind jedoch nicht allein mangelnder Wille oder fehlende Expertise, sondern die strukturellen Rahmenbedingungen.
Zukunftsfähige Bauweisen werden in der breiten Anwendung noch immer häufig als experimentell wahrgenommen, während konventionelle industrielle Baustoffe und Bauweisen trotz höherer Ressourcen- und Klimabelastung oft günstiger und einfacher zugänglich sind. Unsere Aufgabe ist es daher, zukunftsfähige Bauweisen trotz dieser Hürden im Planungsalltag einzufordern und zur Selbstverständlichkeit zu machen.
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q3/2026 für Nordrhein-Westfalen.
Das könnte Sie auch interessieren
Neues Wissen,
smarte Projekte und
inspirierende Ideen
Entdecken Sie die Welt der Architektur –
jetzt im exklusiven DAB Update!