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Neue Wissensplattform für einfaches und experimentelles Bauen

Plattform-E bündelt praxiserprobtes Wissen rund um einfaches und experimentelles Bauen und schafft damit einen Orientierungsraum für alle Akteurinnen und Akteure der Branche.

DAB Redaktion
23.03.2026 8min
© BuildSystems

Ziel von Plattform-E ist es, einfaches und experimentelles Bauen systematisch sichtbar, anwendbar und skalierbar zu machen. Die Plattform wurde 2025 von der Nachhaltigkeitsberatung BuildSystems initiiert und durch die Stiftung Built by Nature gefördert. In einer ersten Machbarkeitsphase wurden gemeinsam mit relevanten Zielgruppen Bedarfe und Formate entwickelt. Der vollständige Plattformausbau ist für 2026 geplant. 

Hintergrund ist das Konzept des Gebäudetyps E: Bauherren und Planende weichen bewusst von Normen und Regelwerken ab – dort, wo es sinnvoll erscheint und die Sicherheit der Gebäude und Bewohner nicht beeinträchtigt wird. Vereinfachte Haustechnik, reduzierter Schallschutz oder alternative Baustoffe sollen kostengünstigere und ressourcenschonendere Gebäude ermöglichen. Für die Pilotprojekte in Bayern werden die Auswirkungen auf Kosten und Qualität von der TU Braunschweig wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.  

Impressionen vom Runden Tisch in München, organisiert von Plattform-E, Julia Dorn und Martin Bittmann / BuildSystems. © BuildSystems
Impressionen vom Runden Tisch in München, organisiert von Plattform-E, Julia Dorn und Martin Bittmann / BuildSystems. © BuildSystems
Impressionen vom Runden Tisch in Berlin, organisiert von Plattform-E, Julia Dorn und Martin Bittmann / BuildSystems. © BuildSystems
Impressionen vom Runden Tisch in Berlin, organisiert von Plattform-E, Julia Dorn und Martin Bittmann / BuildSystems. © BuildSystems

Was bietet die Plattform?

Plattform-E verknüpft technische, planerische und rechtliche Dimensionen des einfachen Bauens in einem zielgruppenorientierten Informationsangebot. Im Mittelpunkt stehen analysierte Referenzprojekte, darunter das „Haus fast ohne Heizung“ in Ingolstadt, das erste Mehrfamilienhaus nach dem Gebäudetyp E in Deutschland, das Morellenquartier nach dem Hamburg-Standard und das Low-Tech-Bürogebäude RESI. Für jedes Projekt werden konkrete Entscheidungsparameter aufbereitet. Welche Standards wurden reduziert? Welche technischen Vereinfachungen wurden umgesetzt? Welche rechtlichen Spielräume wurden genutzt?

Ergänzend stellt die Plattform operationalisierbare Inhalte bereit, darunter Planungsunterlagen, konstruktive Details, Vertragsauszüge, standardisierte Projektkennzahlen zu Kosten, CO2 und Betrieb sowie Ablaufdiagramme zu Genehmigungs- und Planungsprozessen. Ein KI-gestützter Assistent ermöglicht den interaktiven Zugang zur Wissensbasis und beantwortet individuelle Fach- und Rechtsfragen direkt.

Plattform-E versteht sich jedoch nicht nur als Informationsplattform, sondern auch als kollaboratives Netzwerk. Workshops, interdisziplinäre Runde Tische und Community-Formate wie Video-Interviews oder eine „Fuck Up Show“ fördern den offenen Austausch über Erfahrungen, Fehler und neue Wege. Ein Novum, wie der Gebäudetyp E. 

Faktenkasten

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Mitwirkung unter: www.plattform-e.org

 

Der Gebäudetyp-e geht auf eine Initiative der Bayerischen Architektenkammer zurück. Die Bundesarchitektenkammer übernahm diese und fungiert seither als entscheidende politische Antreiberin auf Bundesebene – von der Musterbauordnung bis zur zivilrechtlichen Verankerung im BGB.

DAB Redaktion

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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