Stadel wird Wohnhaus
Tag der Architektur: Eine hochgedämmte Holzkonstruktion, eingestellt in einen alten Stadel, schafft eine vielschichtige Wohnlandschaft und zeigt, was behutsamer Umbau mit begrenztem Budget leisten kann.
Auf einem Bergsporn oberhalb des Schussentals wurde ein ehemaliger Stadel behutsam in einen zeitgemäßen Wohnort verwandelt. Statt Abriss entschied sich die Bauherrschaft für Erhalt und Weiterbau – und damit für ein Leben mit Tieren unter einem Dach. Die gewachsene Fassade blieb in ihrer Ursprünglichkeit sichtbar und wurde punktuell geöffnet, um mehr Licht ins Innere zu bringen. Ausgebautes Material fand dort gleich wieder Verwendung. In die bestehende Struktur wurde eine hochgedämmte Holzkonstruktion eingestellt – eine „Hülle in der Hülle“, die eine vielschichtige Wohnlandschaft entstehen ließ.
Herzstück ist die großzügige Küche als sozialer Mittelpunkt, geprägt von raumhohen Verglasungen und der ursprünglichen Höhe der Tenne. Überdachte Terrassen erweitern den Wohnraum nach Osten und Westen. Konsequent wurde Neues klar formuliert und Altes roh belassen. Mit maßvollem Einsatz von Ressourcen entstand ein heimeliger Ort, der zeigt, wie mit begrenztem Budget qualitätvoller Wohnraum wachsen kann – Schritt für Schritt.
Umnutzung eines ehemaligen Stadels in ein Wohnhaus
Umnutzung eines ehemaligen Stadels in ein Wohnhaus
Ort: Bad-Schussenried – Otterswang
Bauherrschaft: privat
Architektur: Fink-Worf Architektur, Annette Fink-Worf, Freie Architektin, Altshausen
Fertigstellung: 2016
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für Baden-Württemberg
Architektenkammer Baden-Württemberg
DAB Redaktion Baden-WürttembergDas könnte Sie auch interessieren
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