Kulturfabrik Krawatte
Tag der Architektur: Die Kulturfabrik Krawatte zeigt, wie sich ein Industriebau mit minimalen Eingriffen zukunftsfähig weiterbauen lässt.
Die Kulturfabrik Krawatte zeigt, wie die behutsame Weiterentwicklung eines Industriebaus zu einem zukunftsfähigen Modell kultureller Nutzung wird. Die ehemalige Krawattenfabrik in Barsinghausen wird seit 2017 abschnittsweise transformiert und als wertvolle räumliche Ressource verstanden.
Statt umfassender Erneuerung konzentriert sich der Umbau auf das funktional Notwendige. Die Tragstruktur bleibt erhalten, die Hülle wird Schritt für Schritt ertüchtigt, Fenster und technische Anlagen werden gezielt ergänzt. Leichte Einbauten, offene Installationen und einfache Bodenaufbauten schaffen flexible Räume für Werkstätten, Ateliers und Veranstaltungen.
Spuren der industriellen Vergangenheit bleiben sichtbar und prägen den Charakter des Hauses. Parallel entsteht ein sozialer Prozess, in dem Nutzerinnen und Nutzer die Räume durch ihre Praxis weiterentwickeln. So wächst ein lebendiger Ort, der ökologische Verantwortung, kluge Mittelverwendung und kulturellen Mehrwert miteinander verbindet.
Umbau eines Industriebaus zur Kulturfabrik
Umbau eines Industriebaus zur Kulturfabrik
Ort: Egestorfer Straße 28, 30890 Barsinghausen
Architektur: Remke Partner Architektur. Innenarchitektur.
Bauherrschaft: Kulturverein Krawatte e. V.
Fertigstellung: 12/2024
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für die Region Bremen, Niedersachsen
Architektenkammer Niedersachsen
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