Kletterzentrum Tirschenreuth
Tag der Architektur: Aus einer ehemaligen Brauerei wird eine moderne Sportstätte: In Tirschenreuth verbindet das neue Kletterzentrum industrielle Geschichte mit nachhaltiger Stadtentwicklung.
Bereits im Eingangsbereich erinnern die kupferfarbenen Wände des Bistros an die Optik von Braukesseln. Und auch die Fassaden mit Lisenen, Gesimsen und klarer Geschossgliederung machen die Historizität des Gebäudes bewusst. Durch die großformatigen Öffnungen schaffen die Planer:innen vom Büro Brückner & Brückner Bezüge zwischen Stadt und Innenraum. Die bestehende Hülle des ehemaligen Brauturms bleibt funktional intakt, das Volumen wurde vertikal erweitert.
Hinter dem Bistro öffnet sich der Blick in die lichtdurchflutete, 15 Meter hohe Kletterhalle. Dort stehen rund 60 Kletterrouten zur Verfügung, weitere 20 befinden sich draußen an der Ostfassade. Insgesamt hat das Kletterzentrum des Deutschen Alpenvereins (DAV) eine Nutzfläche von 480 qm.
Durch die Weiternutzung der bestehenden Bausubstanz bleibt graue Energie gespeichert, der ökologische Fußabdruck wird minimiert. Energetisch arbeitet das Gebäude nahezu autark: Ein Eisspeicher in Kombination mit Solarthermie versorgt Heizung und Deckenstrahlplatten, ergänzt durch Photovoltaik mit Stromspeicher zur Eigenversorgung.
Umbau eines Industriegebäudes für Freizeitnutzungen
Umbau eines Industriegebäudes für Freizeitnutzungen
Ort: Regensburger Str. 21, 95643 Tirschenreuth
Bauherrschaft: DAV Deutscher Alpenverein e.V.
Architektur: Brückner & Brückner Architekten GmbH, Tirschenreuth | Würzburg
Fertigstellung: 2025
Bayerische Architektenkammer
DAB Redaktion BayernDas könnte Sie auch interessieren
Neues Wissen,
smarte Projekte und
inspirierende Ideen
Entdecken Sie die Welt der Architektur –
jetzt im exklusiven DAB Update!