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Jenaplanschule Weimar

Offene Lernlofts, natürliche Belüftung und ein intensiver Beteiligungsprozess – die Staatliche Gemeinschaftsschule Weimar ist ein nachhaltiges Schulbau-Modell im Park.

Architektenkammer Thüringen
17.04.2026 2min
Außenansicht einer grünen, modularen Wohn- oder Campusanlage an sonnigem Tag: mehrere dreigeschossige Stahlbauten mit umlaufenden Laubengängen und Balkonen, vor den Gebäuden große Menschenmenge bei einer Versammlung oder Feier, auf Balkonen und Wegen viele Zuschauerinnen und Zuschauer, Perspektive von einem erhöhten Steg mit Geländer im Vordergrund.
Eröffnung Jenaplanschule Weimar mit der Stiftung Baukultur Thüringen. © Thomas Müller

Lernen im 21. Jahrhundert, Ganztag, Inklusion, Energieeffizienz und Digitalität erfordern neue pädagogische und räumliche Lösungen, während Richtlinien oft auf überholter Pädagogik und Didaktik beruhen. Auch die Stadt Weimar und ihre Staatliche Gemeinschaftsschule mit Jenaplan-Profil standen vor diesen Aufgaben. Die stark wachsende Schule bewarb sich 2014 erfolgreich bei der IBA Thüringen, ausgehend von ihrem Interimsstandort in einem sanierungsbedürftigen DDR-Typenbau. 

Mit fachlicher und finanzieller Unterstützung der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft folgte ab 2016 ein intensiver Phase-Null-Prozess, in dem die Schulgemeinschaft im Mittelpunkt stand. Ein interdisziplinäres Planungsteam entwickelte mit ihr einen offenen Schulbau mit Lernlofts, jahrgangsübergreifenden Gemeinschaften und enger Verbindung von Innen- und Außenraum. Im Zuge des Modellvorhabens wurden Normen und Standards hinterfragt und neue Lösungen entwickelt. 

Drei im Park platzierte Gebäude, natürliche Belüftung und eine geringe Versiegelung prägen die Leitbilder „Schule im Park“ und „Schule als Werkstatt“. Das Modellprojekt zeigt, wie zukunftsfähiger, nachhaltiger und finanzierbarer Schulbau realisiert werden kann. Um dieses Wissen zugänglich zu machen, stellt die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft auf der Plattform „Schulbau Open Source“ das gesamte Planungswissen frei zur Verfügung.  

Die Jenaplanschule ist eine der Preisträgerinnen des Deutschen Schulpreises 2025. Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und die Stiftung Baukultur Thüringen vermitteln das Modellprojekt bundesweit.

Großzügiger, offener Innenraum mit Möbeln und Kücheninsel: helle Mehrzweckfläche mit großen Tischen, Stühlen und Holzschränken, durchsichtige Trennwände zu angrenzenden Räumen; mehrere Personen sitzen oder gehen herum, Bewegungsunschärfen zeigen lebhafte Alltagsszene von Lernen oder gemeinsamer Arbeit.
Innenansicht Jenaplanschule Weimar © Thomas Müller
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Neubau eines Schulcampus

Ort: Am Hartwege 2, 99425 Weimar  
Architektur: Integriertes Planungsteam, siehe Webadresse
Bauherr: mehrere Projektpartner, siehe Webadresse  
Fertigstellung: 2025  

schulbauopensource.de/projektstorys/weimar


Dieser Artikel erschien in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts,  Ausgabe Q1/2026 für die Region Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen).  

Architektenkammer Thüringen

DAB Redaktion Thüringen
Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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