Jenaplanschule Weimar
Offene Lernlofts, natürliche Belüftung und ein intensiver Beteiligungsprozess – die Staatliche Gemeinschaftsschule Weimar ist ein nachhaltiges Schulbau-Modell im Park.
Lernen im 21. Jahrhundert, Ganztag, Inklusion, Energieeffizienz und Digitalität erfordern neue pädagogische und räumliche Lösungen, während Richtlinien oft auf überholter Pädagogik und Didaktik beruhen. Auch die Stadt Weimar und ihre Staatliche Gemeinschaftsschule mit Jenaplan-Profil standen vor diesen Aufgaben. Die stark wachsende Schule bewarb sich 2014 erfolgreich bei der IBA Thüringen, ausgehend von ihrem Interimsstandort in einem sanierungsbedürftigen DDR-Typenbau.
Mit fachlicher und finanzieller Unterstützung der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft folgte ab 2016 ein intensiver Phase-Null-Prozess, in dem die Schulgemeinschaft im Mittelpunkt stand. Ein interdisziplinäres Planungsteam entwickelte mit ihr einen offenen Schulbau mit Lernlofts, jahrgangsübergreifenden Gemeinschaften und enger Verbindung von Innen- und Außenraum. Im Zuge des Modellvorhabens wurden Normen und Standards hinterfragt und neue Lösungen entwickelt.
Drei im Park platzierte Gebäude, natürliche Belüftung und eine geringe Versiegelung prägen die Leitbilder „Schule im Park“ und „Schule als Werkstatt“. Das Modellprojekt zeigt, wie zukunftsfähiger, nachhaltiger und finanzierbarer Schulbau realisiert werden kann. Um dieses Wissen zugänglich zu machen, stellt die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft auf der Plattform „Schulbau Open Source“ das gesamte Planungswissen frei zur Verfügung.
Die Jenaplanschule ist eine der Preisträgerinnen des Deutschen Schulpreises 2025. Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft und die Stiftung Baukultur Thüringen vermitteln das Modellprojekt bundesweit.
Neubau eines Schulcampus
Neubau eines Schulcampus
Ort: Am Hartwege 2, 99425 Weimar
Architektur: Integriertes Planungsteam, siehe Webadresse
Bauherr: mehrere Projektpartner, siehe Webadresse
Fertigstellung: 2025
schulbauopensource.de/projektstorys/weimar
Dieser Artikel erschien in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q1/2026 für die Region Mitteldeutschland (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen).
Architektenkammer Thüringen
Team Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitDas könnte Sie auch interessieren
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