Bauen im ländlichen Raum
Tag der Architektur: Bauen im ländlichen Raum verbindet neue Wohnformen mit regionaler Baukultur. Die Projekte zeigen, wie Bestand und lokale Identität erhalten werden können.
Bauen im ländlichen Raum ist heute aus mehreren Gründen ein wichtiges Thema. Es gibt vor allem bei Familien einen Trend, von der Stadt aufs Land zu ziehen, dessen Grund in den steigenden Immobilienpreisen wie den generell höheren Lebenshaltungskosten in der Stadt liegt. Zudem steigt der Wunsch nach gesunder Umgebung, und schließlich können die Entwicklung zu Homeoffice und die Digitalisierung des Arbeitsmarktes das Wohnen fern der Stadt erleichtern.
Was manche besonders qualitativ hochwertige Projekte im ländlichen Raum auszeichnet, ist ferner die Tendenz, regionaltypisch zu bauen und/oder kulturell bedeutende und architektonisch wertvolle Gebäude zu erhalten. Das können der Umbau und Erhalt eines alten Fachwerkhauses sein, die Verwendung heimischer Materialien oder die Übernahme charakteristischer historischer Merkmale. Bauen im ländlichen Raum, das in dieser regionaltypischen Weise vorgeht, trägt damit in besonderer Weise zum Erhalt der Baukultur bei. Beispielgebend dafür ist das Atelier für Architekturfotografie von HG Esch in Hennef, das 2025 mit der Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW gewürdigt wurde.
Neubau eines Ateliers für Architekturfotografie
Neubau eines Ateliers für Architekturfotografie
Ort: Hennef
Bauherr: Hedwig Esch
Architektur: Nebel Pössl Architekten, Köln
Fertigstellung: 2023
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für Nordrhein-Westfalen
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