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Bauen im ländlichen Raum

Tag der Architektur: Bauen im ländlichen Raum verbindet neue Wohnformen mit regionaler Baukultur. Die Projekte zeigen, wie Bestand und lokale Identität erhalten werden können.

Frank Maier-Solgk
12.06.2026 2min
Modernes Wohngebäude aus grauem Naturstein mit asymmetrischer Gebäudeform. Massive Steinwände in Grau- und Brauntönen mit unregelmäßig verlegten Blöcken. Links eine dunkle Holzeingangstür mit schwarzem Griff, dahinter gelb beleuchteter Innenraum. Mehrere große Fenster mit warmer gelber Beleuchtung durchbrechen die Fassade. Rechts verläuft ein gepflegter grüner Rasengang mit eingebauten Trittsteinplatten, eingefasst von dichtem grünem Efeu. Im Vordergrund beiger Kiesbelag und graue Natursteinplattform. Oben klarer blauer Himmel mit dünnen Wolkenstreifen
Atelier für Architekturfotografie © HG Esch

Bauen im ländlichen Raum ist heute aus mehreren Gründen ein wichtiges Thema. Es gibt vor allem bei Familien einen Trend, von der Stadt aufs Land zu ziehen, dessen Grund in den steigenden Immobilienpreisen wie den generell höheren Lebenshaltungskosten in der Stadt liegt. Zudem steigt der Wunsch nach gesunder Umgebung, und schließlich können die Entwicklung zu Homeoffice und die Digitalisierung des Arbeitsmarktes das Wohnen fern der Stadt erleichtern.

Was manche besonders qualitativ hochwertige Projekte im ländlichen Raum auszeichnet, ist ferner die Tendenz, regionaltypisch zu bauen und/oder kulturell bedeutende und architektonisch wertvolle Gebäude zu erhalten. Das können der Umbau und Erhalt eines alten Fachwerkhauses sein, die Verwendung heimischer Materialien oder die Übernahme charakteristischer historischer Merkmale. Bauen im ländlichen Raum, das in dieser regionaltypischen Weise vorgeht, trägt damit in besonderer Weise zum Erhalt der Baukultur bei. Beispielgebend dafür ist das Atelier für Architekturfotografie von HG Esch in Hennef, das 2025 mit der Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW gewürdigt wurde.

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Luftaufnahme eines Dorfes mit gemischter Bebauung. Im Vordergrund (unten links) ein modernes Gebäude mit dunklem Blechdach und Fachwerk-Elementen. Zentral (Bildmitte) ein neues, großes Steingebäude mit grauem Naturstein, Flachdach und extensiver Dachbegrünung mit grüner Rasenfläche. Das Gebäude hat große, warmgelb beleuchtete Fenster und ist von grünen Hecken und Vegetation umgeben. Dahinter erstreckt sich das traditionelle Dorf mit verschiedenen älteren Häusern: Fachwerkhäuser, weiße und braune Fassaden, dunkle Satteldächer. Eine Baustelle mit gelben Baugerüsten ist sichtbar. Im Hintergrund hügeliges grünes Landschaftspanorama mit Feldern, Wiesen und Baumgruppen. Der Himmel ist teilweise bewölkt, die Sonne scheint."
Atelier für Architekturfotografie © HG Esch

Neubau eines Ateliers für Architekturfotografie

Ort: Hennef
Bauherr: Hedwig Esch
Architektur: Nebel Pössl Architekten, Köln
Fertigstellung: 2023

https://www.nebelpoessl.de/atelierhaus-esch/


Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für Nordrhein-Westfalen 

Frank Maier-Solgk

Düsseldorf / München

Frank Maier-Solgk ist von der Gartenkunst auf die Architektur gekommen. Er hat Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften und Philosophie in München und Heidelberg studiert und mit einer Arbeit über den Österreicher Robert Musil promoviert. Nach Tätigkeiten als Berater von Institutionen und Unternehmen im kulturellen Bereich schreibt er seit vielen Jahren für überregionale Tageszeitungen sowie für Kunst- und – natürlich und hauptsächlich für Architekturmagazine.

Für das DAB schreibt Frank Maier-Solgk sowohl überregional als auch für den NRW-Teil. Das Spektrum seiner Themen reicht von Städtebau über Landschaftsarchitektur bis zum zirkulären Bauen. Er hat ferner Lehraufträge über journalistisches Arbeiten in Berlin und Düsseldorf wahrgenommen.

Eigentlich hat sich Frank Maier-Solgks Interesse für Architektur aus einer Leidenschaft für die europäische Gartenkunst entwickelt. Mehrere Bücher zum Beispiel über englische Landschaftsgärten in Deutschland, Renaissancegärten in Italien und französische Gärten in und um Paris sind dazu erschienen. Seine jüngste Publikation behandelt Skulpturengärten und Kunst in grünen Umfeldern („Green Fields“). Er lebt und arbeitet in Düsseldorf sowie gelegentlich in München.

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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