Dass der Idee der Kreislaufwirtschaft im Baubereich die Zukunft gehört, besser gesagt, gehören sollte, dürfte bei den meisten Beteiligten common sense sein. Nicht das „Dass“, sondern das „Wie“ der Umsetzung ist die oft noch ungelöste Aufgabe.
„Wer Architektur ernst nimmt, plant nachhaltig. Alles andere ist kurzfristig gedacht.“
Gerade in Zeiten wie diesen, in denen einzelne Akteure die globalen Krisen nutzen, um die Errungenschaften beim nachhaltigen Bauen infrage zu stellen, ist es wichtig, Haltung einzunehmen. Nachhaltigkeit ist kein modisches Zusatzthema, das irgendwann wieder weggeht. Die Umsetzung auf allen Ebenen ist Voraussetzung für eine gebaute Umwelt, die den vorherrschenden Herausforderungen langfristig gewachsen ist.
Urban Mining, das ist der inzwischen international geläufige Begriff für die Gewinnung von Baustoffen und -teilen aus dem Bestand. Bei dessen Abriss oder Umbau wird das Material digital erfasst und in Datenbanken zur Wiederverwendung angeboten – ein Markt mit Zukunft.
Drei Beispiele für innovative Umbauten in Brüssel, Paris und Kopenhagen zeigen, wie zirkuläre Strategien selbst im ziemlich großen Maßstab funktionieren.