Studierende suchen nach einer ressourceneffizienten Elbquerung
Nach dem Einsturz der Carolabrücke gibt es viele Diskussionen um die Planung einer neuen Elbquerung. Ein Wettbewerb der Technischen Universität Dresden präsentiert studentische Entwürfe.
Nach dem Einsturz der Carolabrücke gibt es viele Diskussionen um die Planung einer neuen Elbquerung. Ein Wettbewerb der Technischen Universität Dresden präsentiert studentische Entwürfe.
Die Carolabrücke war ein herausragendes Ingenieurbauwerk und eine der zentralen Elbquerungen Dresdens und spielte eine entscheidende Rolle im städtischen Verkehrsnetz. Sie verband die Altstadt mit der Neustadt und wurde täglich von Tausenden genutzt.
1. Platz
Untersuchungen zur Einsturzursache ergaben, dass der sukzessive Ausfall von Spanngliedern infolge wasserstoffinduzierter Spannungsrisskorrosion hauptverantwortlich war. Der Schädigungsprozess wurde bereits während der Bauzeit von Ende der 1960er-Jahre bis 1971 initiiert und blieb über Jahrzehnte unbemerkt. Aufgrund der umfassenden und fortgeschrittenen Schäden war ein Erhalt der heute noch stehenden Brückenzüge a und b nicht möglich, weshalb ein vollständiger Abriss der Brücke unausweichlich war. Mit der Entscheidung für den vollständigen Rückbau der Carolabrücke muss auch die Planung einer neuen Elbquerung beginnen.
2. Platz
Das Institut für Massivbau der Technischen Universität Dresden lobte mit Unterstützung vom DFG-Sonderforschungsbereich/Transregio 280 und dem DFG-Schwerpunktprogramm 2388: SPP 100+ unter Schirmherrschaft der Landeshauptstadt Dresden einen studentischen Wettbewerb zur Gestaltung einer „ressourceneffizienten Elbquerung am Beispiel der Carolabrücke“ aus. Ziel war es, einen Entwurf für eine Brücke zu entwickeln, die die bestehende Lücke an dieser zentralen Stelle der Stadt schließt. Besonderes Augenmerk lag auf der zentralen Lage der Brücke sowie den vielfältigen Verkehrsströmen über und unter der Elbe.
Am 6. Oktober 2025 kürte eine Fachjury aus Vertretern der TU Dresden, der TU Darmstadt und der Wirtschaft die Gewinner unter insgesamt zwölf eingereichten Arbeiten.
Die Wettbewerbsergebnisse und weitere Informationen finden Sie bei der TU Dresden.