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Ausstellung: Brücken neu denken. Lebensraum, Stadtraum, Freiraum

Die Ausstellung „Brücken neu denken“ zeigt, wie sich ihre Bedeutung im Laufe der Geschichte verändert hat und welche Anforderungen künftig an ihre Planung und Gestaltung gestellt werden.

DAB Redaktion
22.01.2026 3min
Eine Visualisierung zeigt einen begrünten Uferweg unter großen Bäumen mit Blick auf einen Fluss und eine moderne Brücke, mehrere Menschen bleiben stehen, lehnen am Geländer oder schauen gemeinsam auf das Wasser und die gegenüberliegende Stadtsilhouette, wodurch das Bild öffentlichen Raum am Wasser als Aufenthaltsort darstellt und für die Verbindung von Infrastruktur, Landschaft und sozialer Nutzung steht.
Studentischer Entwurf für eine neue Carolabrücke  © Hans Bolz, Marc Lilienthal, Ferdinand Schulte zu Sodingen, Linus Witzel, TU Dresden / Institut für Massivbau

Brücken zählen zu den Grundpfeilern unserer Gesellschaft. Ihre Relevanz wird oft erst dann sichtbar, wenn sie fehlen oder nicht mehr nutzbar sind. Vor diesem Hintergrund widmet sich die vom Institut für Massivbau der TU Dresden konzipierte Ausstellung „Brücken neu denken“ der Rolle von Brücken aus gesellschaftlicher, räumlicher und kultureller Perspektive. Die Ausstellung betrachtet Brücken nicht nur als funktionale Verbindungen zwischen zwei Punkten, sondern auch als Orte des Aufenthalts, der Begegnung und der Erfahrung. Sie zeichnet nach, wie sich Brückenvisionen im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben – von Symbolen der Ordnung in der Antike über Sinnbilder des technischen Fortschritts in der industriellen Revolution bis hin zu primär verkehrlich geprägten Bauwerken des 20. Jahrhunderts.  

Zugleich stellt die Ausstellung die grundlegende Frage, ob jede Brücke gebaut werden sollte, nur weil es technisch möglich ist. Am Beispiel der Dresdner Augustusbrücke wird der Wandel eines Bauwerks über mehrere Jahrhunderte hinweg nachvollzogen. Dieser historische Blick eröffnet eine Diskussion über die Rolle von Brücken in der Gegenwart und liefert Impulse für ihre zukünftige Gestaltung und funktionale Auslegung. Nationale und internationale Beispiele zeigen, wie Brücken qualitätsvoll in Stadtbild, Landschaft und Lebensumfeld integriert werden können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf aktuellen Entwurfsansätzen für die neue Carolabrücke. Zu sehen sind Visionen aus einem studentischen Wettbewerb der TU Dresden sowie Informationen zum laufenden Planungsprozess, in dem derzeit vier Planungsbüros parallel Entwürfe erarbeiten. Ein umfangreiches Begleitprogramm vertieft zentrale Themen der Ausstellung und bietet Raum für fachlichen und öffentlichen Austausch.

Eine nächtliche Aufnahme zeigt eine lange steinerne Brücke mit regelmäßig gereihten Bögen, die warm beleuchtet sind und sich im ruhigen Wasser spiegeln, die rhythmische Abfolge von Licht und Struktur prägt den Raum, wodurch das Bild historische Ingenieurbaukunst als atmosphärischen Stadtraum zeigt und für Dauerhaftigkeit, Orientierung und symbolische Verbindung steht.
Die Brücke Si-o-se Pol in Isfahan ist für den Verkehr gesperrt. Sie ist Aufenthaltsort und verbindet zugleich die muslimischen Stadtviertel im Norden mit dem christlichen New Jolfa im Süden. © Reza Haji-pour, Wikimedia Commons 
Eine historische Altstadtansicht zeigt dicht gereihte Fachwerkhäuser entlang eines Flusses, die Gebäude stehen teilweise auf Pfeilern im Wasser, ein Kirchturm ragt über die Dächer hinaus, wodurch das Bild die enge Verbindung von Stadt, Wasserlauf und Bauweise sichtbar macht und für gewachsene Stadtstrukturen und kulturelle Identität steht.
Zwischen Fachwerk und Fluss: Die Krämerbrücke in Erfurt – seit Jahrhunderten ein Ort, an dem Handel, Handwerk und Geschichten zusammenkommen.  © Uwe Graf, Adobe Stock Photo 
Eine weite Landschaftsaufnahme zeigt eine lange, filigrane Hängebrücke, die sich über ein bewaldetes Tal spannt, die Konstruktion verbindet zwei Höhenzüge und ist deutlich in die Topografie eingebettet, wodurch das Bild Ingenieurbau als landschaftsprägendes Element zeigt und für Erschließung, Erlebnis und respektvollen Umgang mit Naturraum steht.
721 m Mut: Die Sky Bridge 721 in Tschechien schwebt zwischen Himmel und Abgrund – ein Schritt, der den Blick weitet und den Puls gleich mit. © Vladim Ka, Adobe Stock Photo
Der Innenraum einer modernen Brücke wird gezeigt, mit breiten Treppenläufen, schräg gestellten Tragstrukturen und Blickbezügen zum Fluss und zur historischen Stadt im Hintergrund, Menschen gehen, sitzen oder verweilen auf den Stufen, wodurch das Bild die Brücke als nutzbaren Stadtraum begreift und für neue Formen von Mobilität, Aufenthalt und Begegnung steht.
Studentischer Entwurf für eine neue Carolabrücke © Hans Bolz, Marc Lilienthal, Ferdinand Schulte zu Sodingen, Linus Witzel, TU Dresden / Institut für Massivbau

Ausstellungsinformation

Brücken neu denken. Infrastruktur für Lebensraum, Stadtraum, Freiraum

23.01. – 26.02.2026

ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen, Kulturpalast Dresden

Weitere Informationen: www.zfbk.de 

DAB Redaktion

Berlin
Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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Mehrere Personen stehen in einem Innenraum vor Ausstellungstafeln und einem Holzmodell, das eine Brücke und ihr Umfeld zeigt, die Präsentation ist sachlich und konzentriert, wodurch das Bild die Bewertung und Diskussion eines Entwurfs dokumentiert und für fachlichen Austausch, Wettbewerbsverfahren und kollektive Entscheidungsfindung in der Baukultur steht.

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