Ausstellung: Brücken neu denken. Lebensraum, Stadtraum, Freiraum
Die Ausstellung „Brücken neu denken“ zeigt, wie sich ihre Bedeutung im Laufe der Geschichte verändert hat und welche Anforderungen künftig an ihre Planung und Gestaltung gestellt werden.
Brücken zählen zu den Grundpfeilern unserer Gesellschaft. Ihre Relevanz wird oft erst dann sichtbar, wenn sie fehlen oder nicht mehr nutzbar sind. Vor diesem Hintergrund widmet sich die vom Institut für Massivbau der TU Dresden konzipierte Ausstellung „Brücken neu denken“ der Rolle von Brücken aus gesellschaftlicher, räumlicher und kultureller Perspektive. Die Ausstellung betrachtet Brücken nicht nur als funktionale Verbindungen zwischen zwei Punkten, sondern auch als Orte des Aufenthalts, der Begegnung und der Erfahrung. Sie zeichnet nach, wie sich Brückenvisionen im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben – von Symbolen der Ordnung in der Antike über Sinnbilder des technischen Fortschritts in der industriellen Revolution bis hin zu primär verkehrlich geprägten Bauwerken des 20. Jahrhunderts.
Zugleich stellt die Ausstellung die grundlegende Frage, ob jede Brücke gebaut werden sollte, nur weil es technisch möglich ist. Am Beispiel der Dresdner Augustusbrücke wird der Wandel eines Bauwerks über mehrere Jahrhunderte hinweg nachvollzogen. Dieser historische Blick eröffnet eine Diskussion über die Rolle von Brücken in der Gegenwart und liefert Impulse für ihre zukünftige Gestaltung und funktionale Auslegung. Nationale und internationale Beispiele zeigen, wie Brücken qualitätsvoll in Stadtbild, Landschaft und Lebensumfeld integriert werden können. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf aktuellen Entwurfsansätzen für die neue Carolabrücke. Zu sehen sind Visionen aus einem studentischen Wettbewerb der TU Dresden sowie Informationen zum laufenden Planungsprozess, in dem derzeit vier Planungsbüros parallel Entwürfe erarbeiten. Ein umfangreiches Begleitprogramm vertieft zentrale Themen der Ausstellung und bietet Raum für fachlichen und öffentlichen Austausch.