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Ein Ersatzneubau für die Carolabrücke in Dresden

Zum Ersatzneubau der eingestürzten Brücke konkretisieren sich Visionen: Die Architektenkammer wirbt für einen Gestaltungswettbewerb und reflektiert den Prozess.

Juliane Schild
19.01.2026 2min
Eine Fotografie zeigt eine teilweise eingestürzte Brücke über einen stark angeschwollenen Fluss, Brückenteile sind abgesackt und ragen schräg ins Wasser, überschwemmte Uferbereiche und versunkene Infrastruktur verdeutlichen die Ausnahmesituation, im Hintergrund ist ein markantes historisches Gebäude sichtbar, wodurch das Bild die Verletzlichkeit technischer Bauwerke zeigt und für die Bedeutung von Instandhaltung, Resilienz und verantwortungsvollem Umgang mit bestehender Infrastruktur steht.
Die Carolabrücke mit dem eingestürzten Brückenzug im September 2024. © Architektenkammer Sachsen

Zum Ersatzneubau der eingestürzten Brücke konkretisieren sich Visionen: Die Architektenkammer wirbt für einen Gestaltungswettbewerb und reflektiert den Prozess. 

Seit dem Einsturz der Carolabrücke am 11. September 2024 sind die Visionen zur neuen Brücke eines der wichtigsten Gesprächsthemen in Dresden – insbesondere unter Planenden. Innerhalb der Kammergruppe Dresden mit gut 1.100 Mitgliedern führte eine Umfrage zu dem Ergebnis, dass die neue Elbquerung weit mehr als eine ingenieurtechnische Aufgabe erfüllt, sondern vor allem auch Potenziale der Brücke im Kontext von Verkehr, Städtebau und Ökologie birgt. In einem offenen Brief an den Oberbürgermeister wurden diese aufgeführt und auf die Auslobung eines fachübergreifenden Wettbewerbs gedrungen.

Innerhalb der Vorgabe, dass die Brücke als Ersatzneubau hergestellt werden soll, sind die Spielräume eingeschränkt. Aufgrund des Engagements der Kammergruppe konnte erwirkt werden, dass wir mit einer Person aus unserer Mitte in dem beratenden Begleitgremium für die Landeshauptstadt Dresden vertreten sind.

Dieses Gremium hat bei der Aufstellung der Auslobung beraten, war bei der Auswahl der vier Planungsteams beteiligt und wird bei der Auswertung der Brückenentwürfe, die im Mai vorgelegt werden, tätig sein. Im September 2026 soll der Siegerentwurf bestätigt werden und Ziel ist, dass im März 2031 die Gesamtinbetriebnahme erfolgen kann. 

Carolabrücke: Planungsauftakt für den Wiederaufbau, Pressemeldung der Landeshauptstadt Dresden vom 18. Dezember 2025 

Alle weiteren Informationen finden Sie hier!

Eine weitere Aufnahme zeigt die eingestürzte Brücke aus einer anderen Perspektive, einzelne Fahrbahnsegmente liegen geknickt über dem Flusslauf, Einsatzfahrzeuge stehen am Ufer, während das Umfeld abgesperrt ist, wodurch das Bild die akute Gefahrenlage und die Folgen des Bauwerksversagens dokumentiert und für die Notwendigkeit von Sicherheitsüberprüfung, langfristiger Planung und nachhaltiger Erneuerung von Infrastruktur steht.
Die Carolabrücke mit dem eingestürzten Brückenzug im September 2024. © Architektenkammer Sachsen

Ausstellung: Brücken neu denken

23. Januar bis 26. Februar 2026  

im ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast Dresden in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden

 

Die Ausstellung „Brücken neu denken“ zeigt, wie sich ihre Bedeutung im Laufe der Geschichte verändert hat und welche Anforderungen künftig an ihre Planung und Gestaltung gestellt werden. Die vom Institut für Massivbau der TU Dresden konzipierte Ausstellung beleuchtet das Thema Brücken und ihre Bedeutung für die Gesellschaft aus verschiedenen Blickwinkeln. 

 

Link: https://www.zfbk.de/programm/ausstellung-bruecken-neu-gedacht-lebensraum-stadtraum-freiraum/

Juliane Schild

Team Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Architektenkammer Sachsen
Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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Eine Visualisierung zeigt einen begrünten Uferweg unter großen Bäumen mit Blick auf einen Fluss und eine moderne Brücke, mehrere Menschen bleiben stehen, lehnen am Geländer oder schauen gemeinsam auf das Wasser und die gegenüberliegende Stadtsilhouette, wodurch das Bild öffentlichen Raum am Wasser als Aufenthaltsort darstellt und für die Verbindung von Infrastruktur, Landschaft und sozialer Nutzung steht.

Ausstellung: Brücken neu denken. Lebensraum, Stadtraum, Freiraum

Die Ausstellung „Brücken neu denken“ zeigt, wie sich ihre Bedeutung im Laufe der Geschichte verändert hat und welche Anforderungen künftig an ihre Planung und Gestaltung gestellt werden.

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Mehrere Personen stehen in einem Innenraum vor Ausstellungstafeln und einem Holzmodell, das eine Brücke und ihr Umfeld zeigt, die Präsentation ist sachlich und konzentriert, wodurch das Bild die Bewertung und Diskussion eines Entwurfs dokumentiert und für fachlichen Austausch, Wettbewerbsverfahren und kollektive Entscheidungsfindung in der Baukultur steht.

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