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Heiße Tage, coole Einblicke: Der Tag der Architektur in Rheinland-Pfalz

Am letzten Juniwochenende öffneten landesweit 55 Projekte ihre Türen und boten spannende Einblicke – von sensibel sanierten Denkmalen bis hin zu innovativen Umnutzungen.

Lena Pröhl
25.08.2026 2min
Ein komplett in tiefem Blau gestaltetes Schlafzimmer mit markanter Balkendecke. Zwei Personen stehen im Hintergrund an einem Fenster, davor befindet sich ein massives, blockartiges Möbelstück in der Raummitte.
Scheune in Albisheim, Piertzovanis Toews, Basel
© Annette Müller

Der direkte Austausch mit den planenden Architektinnen und Architekten macht den Tag der Architektur seit jeher zu einem besonderen Baukulturevent. Vor Ort werden Entwurfsideen, Materialentscheidungen und Planungsprozesse anschaulich – Architektur wird erlebbar. Im Mittelpunkt stand 2026 das Bauen im Bestand. Zahlreiche Projekte zeigten, wie Umbauten, Sanierungen und Umnutzungen Ressourcen schonen, historische Bausubstanz bewahren und neue Wohn- und Arbeitsformen ermöglichen. 

Beispielhaft dafür stehen die behutsam umgebaute Scheune in Albisheim (Piertzovanis Toews, Basel) mit ihrem mutigen Farbkonzept, das denkmalgerecht sanierte Quereinhaus in Nothweiler (MECKLER+PARTNER, Kaiserslautern) sowie die Umnutzung eines Bruchsteinhauses in Caan (heltwerk architekten, Caan), bei der ein Holzbau nach dem Haus-im-Haus-Prinzip Wohnen und Arbeiten verbindet.

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„Ein heller Innenraum mit freigelegtem Holzdachstuhl. Im Hintergrund unterhalten sich mehrere Personen neben einer auffälligen, leuchtend roten Struktur, während der Gang im Vordergrund mit Topfpflanzen gesäumt ist.“
Mit Kreativität, Mut zur Farbe und viel Eigenleistung wurde im pfälzischen Albisheim eine ehemalige Scheune von Piertzovanis Toews aus Basel zu einem außergewöhnlichen Familienhaus umgebaut.
© Annette Müller
„Ein weitläufiger Raum mit offenem Holzdachstuhl. Mehrere Personen stehen gemeinsam an einem großen Esstisch unter einer langen Hängelampe, dahinter befindet sich eine auffällige, gelbe Raumtrennung mit Fenstern.“
Das Haus-im-Haus-Prinzip schafft neuen Wohnraum und erhält zugleich die räumliche Großzügigkeit und Atmosphäre der ehemaligen Scheune.
© Annette Müller
„Ein heller Innenraum mit Holzdecke und einer markanten, rosaroten Wand. Darin integriert ist eine gemütliche Leseecke mit Büchern und bunten Kissen, davor hängt eine helle Hängematte.“
Kräftige Farben setzen Akzente: Rot, Grün und Blau gliedern die Wohnbereiche und bilden einen spannenden Kontrast zum historischen Holztragwerk. Hier die rote Treppe.
© Annette Müller
„Blick über eine sonnige Terrasse mit Holztisch auf ein modernes Haus mit raumhoher Glasfront. Durch die offenen Fenster sieht man Personen im Innenraum, während sich in den Scheiben die grüne Landschaft spiegelt.“
Ein Bruchsteinhaus mit Scheune wurde von heltwerk architekten in Caan zum Wohn- und Arbeitsensemble. Großzügige Verglasungen verbinden Innenraum und Landschaft.
© heltwerk architekten
„Eine Gruppe von Menschen unterhält sich in einem hellen, modernen Büro mit Holzdecke und einer großen Bücherwand im Hintergrund. Auf einem Tisch im Vordergrund liegen ausgebreitete Baupläne.“
Historische Hülle, neuer Kern: Die Scheune wurde mit einer eigenständigen Holzkonstruktion zu einem Architekturbüro mit darüberliegendem Wohnraum weiterentwickelt.
© heltwerk architekten
„Zwei Personen unterhalten sich auf den Stufen eines modernen Holzanbaus, der an ein älteres Steinhaus anschließt, umgeben von einem sonnigen, grünen Garten.“
Die vertikale Lärchenschalung prägt den Holzkörper, der Wohnhaus und Scheune verbindet und die Wohnküche als Mittelpunkt aufnimmt.
© heltwerk architekten
„Ein Mann mit einem Dokument in der Hand spricht zu einer Gruppe von Personen in einem weitläufigen, loftartigen Raum mit sichtbarer Stahlträgerdecke und hellen Holzwänden.“
Im Rahmen der Landesgartenschau in Neustadt wird eine alte Gewerbehalle von RICHTER TREITZ architekten ausSaarbrücken nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip mit Holzmodulen und begrünten Fassaden neu gedacht.
© RICHTER TREITZ architekten
„Ein modernes zweistöckiges Wohnhaus mit dunkelgrauer Fassade und hellen Holzelementen im Erdgeschoss, davor ein gepflasterter Vorgarten mit jungen, schmalen Bäumen.“
Das Wohnhaus von architekten wendling aus Kastellaun greift die traditionelle Schiefereindeckung des Hunsrücks auf und interpretiert sie zeitgemäß.
© Gerlinde Wolf
„Mehrere Personen in einem modernen, offenen Wohn- und Essbereich: Links beugen sich zwei Menschen über einen Esstisch, während vier weitere im Hintergrund entspannt zusammenstehen und sich unterhalten.“
Massivholz, integrierte Einbaumöbel und natürliche Farben prägen den Innenraum. Der Ausbau verschmilzt mit der Konstruktion zu einer harmonischen Einheit.
© Gerlinde Wolf
„Ein modernisiertes Fachwerkhaus mit rotem Ziegeldach an einem sonnigen Tag. Aus einem Fenster im Obergeschoss hängt ein langes, gelbes Banner an der weißen Fassade herab.“
Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert wurde von MECKLER+PARTNER aus Kaiserslautern revitalisiert und zu einem Ferienhaus mit zwei großzügigen Wohneinheiten umgebaut.
© MECKLER+PARTNER

Der Tag der Architektur 2026 machte erneut deutlich: Gute Architektur entwickelt Bestehendes weiter und schafft nachhaltige Perspektiven für unsere gebaute Umwelt. 

Porträt einer Frau mit Brille in Innenraum Freundlich lächelnde Frau im Business-Outfit vor hellem Hintergrund.
© Birgit Kastler

Lena Pröhl

Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz DAB Redaktion Rheinland-Pfalz

Lena Pröhl ist Journalistin, M.A., und arbeitet im Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz.

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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