So wird das was! Wie Architekturbüros die Nachfolge strukturiert planen
Die Regelung der eigenen Nachfolge gehört zu den sensibelsten Phasen im Berufsleben von selbstständigen Architektinnen und Architekten. Sie gut zu planen, ist möglich.
Neben anspruchsvollen Bauvorhaben und unternehmerischer Verantwortung stellt sich irgendwann die Frage, wie ein Büro in neue Hände übergehen kann – ohne Projekte, Mitarbeitende und gewachsene Strukturen zu gefährden.
Verstärkt durch den demografischen Wandel werden viele Architekturbüros in Deutschland in den kommenden Jahren vor einem Generationswechsel stehen. Während größere Gesellschaften häufig über interne Strukturen zur Partneraufnahme verfügen, fehlt kleineren und mittleren Büros nicht selten ein klarer Fahrplan für die Übergabe. Externe Beratung kann hier helfen, wirtschaftliche Risiken zu minimieren und den Fortbestand des Büros zu sichern.
Vor diesem Hintergrund hat sich der in Hannover ansässige Berater Kai Haeder auf die Büronachfolgeberatung für Architekturbüros spezialisiert. Sein Ansatz richtet sich an Inhaberinnen und Inhaber, die frühzeitig eine strukturierte Übergabe vorbereiten möchten – sei es innerhalb des eigenen Teams, an externe Partner oder im Rahmen eines Verkaufs.
Der Nachfolgeprozess im Überblick
Die Beratung umfasst sowohl betriebswirtschaftliche als auch strategische Aspekte. Dazu gehören die Analyse der wirtschaftlichen Kennzahlen, die Bewertung des Büros, Fragen der Vertragsgestaltung sowie die Moderation von Gesprächen zwischen abgebenden und übernehmenden Parteien. Gerade in inhabergeführten Architekturbüros ist die Nachfolge oft eng mit persönlichen Beziehungen und langjährigen Kundenkontakten verknüpft – ein Faktor, der das Verfahren komplex macht.
Der „Beratertag“ – Ein praktischer Einstieg in die Nachfolge-Thematik
Der „Beratertag“ – Ein praktischer Einstieg in die Nachfolge-Thematik
Die Architektenkammer Bremen bietet ein individuell zugeschnittenes Angebot zum Thema „Nachfolge“: Bei einem der „Beratertage“ kann man sich in einem einstündigen Gespräch mit dem Referenten Kai Haeder austauschen und erste Fragen klären.
Der „Beratertag“ wird halbjährlich von den Architektenkammern in Bremen und Niedersachsen angeboten.
Termine auf www.fortbilder.de
Im Mittelpunkt einer professionellen Nachfolgeplanung steht in der Regel ein mehrstufiger Prozess: Zunächst werden Ziele und Zeitrahmen definiert. Darauf folgen Unternehmensbewertung und Strukturierung möglicher Übergabemodelle. Anschließend werden rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen geprüft, bevor die eigentliche Übergabe vorbereitet und umgesetzt wird. Entscheidend ist dabei eine transparente Kommunikation – sowohl gegenüber Mitarbeitenden als auch gegenüber Auftraggebern.
Die Erfahrung zeigt, dass eine frühzeitige Planung den Handlungsspielraum deutlich erweitert. Wer den Übergang nicht erst kurz vor dem Ruhestand angeht, kann potenzielle Nachfolger gezielt aufbauen oder geeignete Partner auswählen.
Katja Gazey
DAB Redaktion Bremen Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Architektenkammer der Freien Hansestadt BremenDas könnte Sie auch interessieren
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