Fortbildungen zum Zirkulären Bauen – von der Strategie bis zum Paragrafen
Eine wachsende Zahl von Fortbildungsangeboten bereitet Architekt:innen, Innenarchitekt:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Stadtplaner:innen gezielt auf die vielfältigen Anforderungen des zirkulären Bauens vor – thematisch breit aufgestellt, fachlich fundiert und praxisnah.
Der enorme Ressourcenverbrauch und das immense Abfallaufkommen der aktuellen Bauproduktion lassen sich nur durch andere Konstruktionsprinzipien, eine andere Materialwahl und eine andere Haltung gegenüber dem Bestand begrenzen. Die Themenbereiche aktueller Fortbildungsangebote sind entsprechend breit gefächert. Sie reichen von den konzeptionellen Grundlagen wie Ökobilanzierung, Zirkularitätsindizes und Lebenszyklusphasen von Gebäuden (Architektenkammer Berlin / Brandenburgische Architektenkammer) über die konstruktive Ebene mit lösbaren Verbindungstechniken, sortenrein trennbaren Materialien und recyclingfähigen Baustoffen (Architektenkammer Thüringen) bis hin zum Bauen im Bestand, zur Umnutzung, Nachverdichtung und Weiternutzung bestehender Gebäudesubstanz (Architektenkammer Berlin / Brandenburgische Architektenkammer, Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, Hamburgische Architektenkammer) . Dabei sind Urban Mining, der Gebäuderessourcenpass und die DIN SPEC 91484 ebenso Gegenstand wie die Potenziale von Re-Use-Materialien und R-Beton. Besondere Aufmerksamkeit gilt den rechtlichen Rahmenbedingungen (Architektenkammer Berlin / Brandenburgische Architektenkammer). Wie lässt sich Zirkularität in Wettbewerbsverfahren, Ausschreibungen und Verträgen verankern (Architektenkammer Baden-Württemberg)? Welche baurechtlichen Anforderungen gelten für den Einsatz gebrauchter Bauteile? Spezialisierte Fortbildungen arbeiten diese Fragen praxisorientiert auf.
Umfangreich ist das Qualifizierungsprogramm „Zirkuläres Bauen“ der Architektenkammer Baden-Württemberg. Es behandelt in fünf Modulen die Grundlagen des zirkulären Bauens, Bestandsstrategien, Wettbewerb und Vergabe, Entwurfs- und Konstruktionsprinzipien sowie die Beratungskompetenz gegenüber der Bauherrschaft und schließt mit einer Fachexkursion zu einem realisierten Projekt ab. Die Module sind inhaltlich aufeinander abgestimmt, können aber auch einzeln gebucht werden.
DAB Redaktion
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