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Wissen teilen statt neu erfinden

Weltweit entstehen Erfahrungen und Praxisbeispiele zur klimaresilienten Siedlungsentwicklung – oft jedoch isoliert voneinander. Die Plattform IFLAHUB macht dieses Wissen besser zugänglich und fördert den internationalen Austausch in der Landschaftsarchitektur.

DAB Redaktion
14.08.2026 2min
Seilnetz aus Naturfasern vor unscharfem grünem Wald.
© Rubén Méndez/pixabay

Der Klimawandel kennt keine Landesgrenzen und die Herausforderungen für Städte und Gemeinden weisen weltweit Ähnlichkeiten auf. Hitzewellen, Starkregenereignisse, Brände oder Überschwemmungen und der Verlust der Biodiversität beschäftigen die für Planung und Entwicklung von Siedlungsräumen verantwortlichen Akteure auf allen Kontinenten. Gleichzeitig entstehen vielerorts Lösungen: Dazu gehören wassersensible Stadt- und Siedlungsentwicklungen sowie klimaangepasste Freiraum- und Quartiersgestaltungen als zentrale Elemente einer blau-grünen Infrastruktur. Vieles davon ist bereits erprobt. 

Doch diese Erfahrungen und Erkenntnisse sind oft nur schwer zugänglich, da sie auf einzelne Projekte, Hochschulen, Verwaltungen oder Fachverbände verteilt sind. Aus diesem Bedarf heraus entstand IFLAHUB – The International Hub for Landscape Architecture. Die neue Open-Source-Plattform der International Federation of Landscape Architects (IFLA) bündelt Projekte, Fachpublikationen, technische Standards, Forschungsergebnisse, Ausbildungsangebote und weitere Ressourcen aus der Landschaftsarchitektur an einem Ort und macht sie frei zugänglich. 

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Von der Idee zur Plattform

Die Idee dazu entstand 2022 auf dem IFLA-Weltkongress im südkoreanischen Gwangju. Aus der Frage, wie das dort zusammengetragene Wissen dauerhaft über Ländergrenzen hinweg verfügbar gemacht werden kann, entwickelte sich innerhalb von dreieinhalb Jahren unter der Leitung der IFLA-Delegierten der BAK, Gwendolyn Kusters, ein internationales Gemeinschaftsprojekt. IFLAHUB versteht sich dabei nicht als klassische Datenbank. Die Plattform verknüpft eigene Inhalte mit bestehenden Wissensquellen, verweist auf externe Datenbanken und macht Projekte, Organisationen und Expertise über eine interaktive Weltkarte sichtbar. 

Ziel ist es, vorhandenes Wissen besser auffindbar zu machen und den fachlichen Austausch zu erleichtern.
Gerade bei der Anpassung von Städten und Gemeinden an den Klimawandel liegt darin ein großer Mehrwert. Fragen nach hitzerobusten Freiräumen, geeigneten Vegetationskonzepten oder einem klugen Umgang mit Regenwasser stellen sich an vielen Orten langleichermaßen. Wer auf bereits erprobte Lösungen zurückgreifen kann, spart Zeit, vermeidet Doppelarbeit und gewinnt Anregungen für die eigene Planung. Angesichts der Geschwindigkeit, mit der Städte und Gemeinden auf den Klimawandel reagieren müssen, kann der offene Austausch von Erfahrungen dazu beitragen, bewährte Ansätze schneller in die Praxis umzusetzen.

Aufruf

Damit die Plattform ihr Potenzial entfalten kann, ist sie auf Beiträge aus der Fachwelt angewiesen. Gesucht werden Projekte, Forschungsergebnisse, Publikationen, Apps und weitere Ressourcen aus allen Bereichen der Landschaftsarchitektur.

Zur Plattform IFLAHUB

IFLAHUB ist eine Initiative der International Federation of Landscape Architects (IFLA), des weltweiten Dachverbands der Landschaftsarchitekt:innen. Auf Initiative der IFLA-Delegierten der BAK, Landschaftsarchitektin Gwendolyn Kusters, wurde die Plattform von einer internationalen Arbeitsgruppe entwickelt und wird von Fachleuten aus mehreren Kontinenten getragen.

DAB Redaktion

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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