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„Schule und Umfeld bilden einen gemeinsamen Lern- und Lebensraum“

Barbara Pampe, Vorständin der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, über innovative Ansätze im Schulbau

Bayerische Architektenkammer
06.07.2026 2min
Porträt einer Frau mittleren Alters mit schulterlangem, honigblondem Haar und rechteckiger Brille mit dunklem Rahmen. Sie lächelt freundlich in die Kamera. Sie trägt einen schwarzen Blazer über einem hellen Shirt. Die Frau sitzt entspannt auf einer hellen Fensterbank, ihr linker Arm ruht auf ihrem Oberschenkel. Im Hintergrund helle, neutrale Wand und ein Fenster mit grauem Rahmen. Die Beleuchtung ist natürlich und warm.
Barbara Pampe, Architektin, Vorständin Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft engagiert sich mit ihrem Team für einen zukunftsgerichteten Bildungsbau an der Schnittstelle von Pädagogik und Architektur.
© Magdalena Jooss

Warum ist gute Bildung auf gute Bildungsbauten angewiesen?

Barbara Pampe: Gute Bildung umfasst heute vielfältige Lernsettings für formales, non-formales und informelles Lernen, die in herkömmlichen, auf Frontalunterricht ausgerichteten Klassenraum-Flur-Schulen kaum funktionieren können. Gute Bildungsbauten ermöglichen und unterstützen die vielfältigen Angebote, weil sie selbst vielfältiger, offener und wandelbarer sind. Nur wenn der Bildungsbau auf die Anforderungen guter Bildung reagiert, kann es gelingen, Bildung und Gebäude zukunftsfähig zu gestalten.

Bauen hat sich gewandelt. Bestandsbau, Kreislaufwirtschaft und Teilhabe spielen eine große Rolle: Was zeichnet zeitgemäße Schulgebäude aus?

Die gute Nachricht: Innovativer Schulbau ist auch im Bestand möglich, und zwar sowohl im Bestand herkömmlicher Schulgebäude als auch im Bestand fremder Gebäudetypologien. Das Ziel und der Anspruch gesellschaftlicher Teilhabe spiegeln sich in der Öffnung von Räumen, aber auch der Öffnung der Schule zum Quartier. Schule und Umfeld bilden einen gemeinsamen Lern- und Lebensraum. 

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Sie fordern eine Qualitätsoffensive im Schulbauwesen, auch mit Mitteln aus dem „Sondervermögen Infrastruktur“. Wie lässt sich ein solches Vorhaben effizient und zielführend umsetzen?

Das Wichtigste für eine effiziente Umsetzung: jeden Bauanlass und jeden Euro zu nutzen, um Schulgebäude fit für die Zukunft zu machen. Deshalb haben wir in dem Paper, auf das Sie anspielen, zusammen mit dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten sowie dem Verband Bildung und Erziehung Eckpunkte definiert, wie diese Qualitätsoffensive gelingen kann. Dort sind Qualitätskriterien und Elemente einer Strukturreform für mehr Effizienz bei Sanierung, Umnutzung und Neubau von Schulgebäuden zusammengefasst. Auf unseren Webseiten „Schulbau Open Source“ und „Schule umbauen“ bieten wir weitere Materialien für den Schulumbau. 


Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für Bayern

Bayerische Architektenkammer

DAB Redaktion Bayern
Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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