„Baukultur betrifft alle Menschen“
Eine Frage – mehrere Meinungen: Wie entsteht Baukultur? Politischer Wille, Diskurs oder Bildung – was sind Zutaten für eine erfolgreiche baukulturelle Praxis?
Baukultur ist kein „Nice to have“ – sie ist essenziell, denn Baukultur schafft Räume, die den Menschen Möglichkeiten für ein gutes Leben eröffnen. Daran sind viele beteiligt – sorgfältig Planende, weitsichtig Auftraggebende, engagierte Umsetzende, und auch lokales Wissen kann einen Beitrag zur Baukultur leisten und für Akzeptanz und Mitwirkung sorgen.
Hier setzen wir mit unserer 2022 von der Hamburgischen Architektenkammer gegründeten Hamburger Stiftung Baukultur (HSBK) an. Sie bietet eine Plattform für den lebendigen Austausch der vielen: Fachleute, Stakeholder, interessierte Bürgerinnen und Bürger. Wir wollen mit unterschiedlichen Formaten – mit Veranstaltungen vor Ort, dem „Baukultur Forum“ als festlicher Abendveranstaltung, der „Langen Tafel der Baukultur“, den „Werkraum“-Workshops, den „Touren“ als Exkursionsformat oder auch mehrtägig mit „Ein Monat Baukultur“ – den Dialog über und das Wissen um Baukultur in die Stadtgesellschaft tragen, denn Baukultur betrifft die Lebensräume aller Menschen – und entsteht im Diskurs um die Qualität unserer gebauten Umwelt. Bewusst gehen wir dabei mit unseren Veranstaltungen an Orte des Wandels.
Zwei Themengebiete beschäftigen uns derzeit besonders: #urbane Nachbarschaft – komplexe Themen und weitreichende Veränderungen werden im unmittelbaren Umfeld der eigenen Nachbarschaft spürbar. #Stadtgestalt im Klimawandel – aktuelle Diskussionen um nachhaltiges Planen und Bauen fokussieren stark auf die technische Umsetzbarkeit und deren ökonomische Konsequenzen; die HSBK erweitert den Diskurs und rückt mit der Baukultur die Gestaltung in den Mittelpunkt.
Fazit
Baukultur trägt konstruktiv dazu bei, Lösungen für alle zu finden und gemeinsam Räume für ein gutes Zusammenleben zu entwickeln. Dafür bedarf es der Perspektive vieler und eines lebendigen Diskurses miteinander. Mit der HSBK schaffen wir vielfältige Möglichkeiten, gemeinsam Baukultur auf die Bühne zu bringen.
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für die Region Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein
Das könnte Sie auch interessieren
Neues Wissen,
smarte Projekte und
inspirierende Ideen
Entdecken Sie die Welt der Architektur –
jetzt im exklusiven DAB Update!