Deutsches Architektenblatt Logodab-logo
Finden Sie genau die Themen,
die Sie interessieren

Die beliebtesten Themen:

Deutsches Architektenblatt Logodab-logo Deutsches Architektenblatt Logodab-logo-description

„Ausstellungen sind Plattformen der Selbstverortung“

Eine Frage – mehrere Meinungen: Architekturvermittlung – eine Frage unserer Zeit. Architektur bewegt sich in veränderlichen Kontexten von Baukultur und Gesellschaft. Wie vermittelt man sie heute?

Porträtfoto eines Mannes mittleren Alters mit lichtem braunem Haar in einem hellen Büroumfeld. Er trägt einen dunkelblauen Blazer über einem weißen Hemd und lächelt direkt in die Kamera. Im Hintergrund sind verschwommen ein weißer Schreibtisch, ein roter Stuhl und Büromöbel sichtbar.
© Myrzik und Jarisch

Dr. Andres Lepik

Architekturhistoriker

Direktor des Architekturmuseums der TUM in der Pinakothek der Moderne und Professor für Architekturgeschichte und kuratorische Praxis

17.06.2026 1min

Ein zentrales Instrument der Architekturvermittlung ist die Ausstellung. Professionelle Konzepte und Ideen werden dabei für eine begrenzte Zeit und in einem begrenzten Raum öffentlich präsentiert und zur Diskussion gestellt. Architekturausstellungen sind damit oft Plattform der disziplinären Selbstverortung und kritischen Reflexion. Dabei kann grundsätzlich zwischen zwei Ansätzen unterschieden werden: Das kleinere Format der Ausstellung im Museum oder dem Galerieraum bietet durch den Einsatz von Medien wie Zeichnung, Foto, Modell und Video die Chance, übergreifende Thesen und Positionen in einem kleinen Maßstab zu präsentieren und zu vermitteln. Die Museumsausstellung wird durch ihr kritisches Konzept selbst zu einer räumlich-abstrakten Stellungnahme. Bauausstellungen dagegen sind Reallabore, in denen neue und teilweise auch radikale Positionen im Maßstab 1:1 erprobt werden. Sie haben oft langfristige Wirkung im urbanen Kontext. 

ANZEIGE
ANZEIGE

Fazit

Museums- und Bauausstellungen spielen eine wichtige Rolle in der Architekturvermittlung: Sie prägen den öffentlichen Diskurs und die Wahrnehmung der Disziplin.

 


Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für Bayern

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

Bauen Sie Ihre
Zukunft – jetzt
Stellen entdecken

Das könnte Sie auch interessieren

Eine architektonische Visualisierung zeigt einen zentralen Platz mit einem massiven Neubau aus hellem Mauerwerk, der sich zwischen historische Gebäude mit Satteldächern einfügt, große Öffnungen und Einblicke lassen Nutzung und Aktivität erkennen, während Menschen den Platz durchqueren oder sich versammeln, wodurch das Bild die Schaffung eines neuen öffentlichen Zentrums verdeutlicht, das Bestand und Neubau verbindet und Raum für kulturelle, soziale und gemeinschaftliche Aktivitäten bietet.

Sanierung von Schloss Köthen: Architekturwettbewerb entschieden

Schloss Köthen in Sachsen-Anhalt soll zu einem zeitgemäßen Museums- und Kulturstandort weiterentwickelt werden. Ein Wettbewerbsverfahren liefert dafür architektonische und freiraumplanerische Impulse.

Meldungen Sachsen-Anhalt
27.01.2026
"Rückansicht einer Frau mit langem, graumeliertem Haar in schwarzem Oberteil. Sie steht vor einer großen rostfarbenen, strukturierten Metallplattenwand mit horizontalen Fugen und silbernen Befestigungsschrauben. Die Frau berührt die Wand mit ihrer rechten Hand."

Gebautes erklärt sich nicht von selbst

Baukultur betrifft alle, aber kaum jemand redet darüber. Dabei ist baukulturelle Bildung keine Frage des Geschmacks, sondern eine Frage der Demokratie.

Berufspolitik Bundesweit
01.06.2026
Schwarz-Weiß-Porträt eines fünfköpfigen Teams in einem modernen Büro vor einer künstlerischen Wandzeichnung.

Wir führen weiter

Ein Architekturbüro ist kein Unternehmen wie jedes andere. Oft trägt es den Namen der Gründer und damit eine Geschichte. Anabel Witry und Pit Kuffer haben das Luxemburger Büro Witry & Witry von Anabel Witrys Eltern übernommen, die es 1980 gegründet und über vier Jahrzehnte lang geführt haben. Was das jenseits von Vertragswerk und Organigrammen bedeutet, erzählen die beiden im Gespräch mit dem DAB.

Büropraxis Bundesweit
21.05.2026
Mann mit dunklem Hemd und beiger Hose steht vor einer Glasfront mit Blick auf Garten und Bäume.
Geschwungene Holzstruktur mit parallelen Linien, die eine organische, fließende Form bilden.
Freitreppe mit grasbedeckten Seitenflächen vor einem modernen, geschwungenen Gebäude mit weißer Fassade und dunklem Unterbau.
Blick über eine große, gepflasterte Fläche auf ein modernes Gebäude mit schrägen Stützen und Glasfassade, im Hintergrund Stadtgebäude und Bäume.

Neues Wissen,
smarte Projekte und
inspirierende Ideen

Entdecken Sie die Welt der Architektur – 
jetzt im exklusiven DAB Update!

Bitte gültige E-Mail-Adresse eingeben. Bestätigung der Datenschutzerklärung ist erforderlich.