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[ Nachwuchs-Kolumne #31 ]

Die Architektenkammer kennenlernen

Unser Kolumnist hatte im Studium noch wenige Berührungspunkte zu den Architektenkammern. Nun rücken sie stärker in seinen Fokus. Dafür gibt es gute Gründe

Ein guter Plan: Mal gucken, was die Architektenkammer im Programm hat

Von Fabian P. Dahinten

Meine Studentenzeit ist vorbei, doch mir fehlt noch ein entscheidender Schritt auf meinem Berufsweg. Die Aufnahme in eine der 16 Architektenkammern in Deutschland, um mich auch als Architekt bezeichnen zu dürfen. Ähnlich wie bei Ärzt*innen oder Anwält*innen ist der Begriff „Architektin“ oder „Architekt“ geschützt und darf nur von Personen getragen werden, die in der Berufskammer sind und damit die entsprechende Qualifikation haben.

Üblicherweise benötigt man einen abgeschlossenen Masterstudiengang, zwei Jahre Berufspraxis in allen Leistungsphasen und eine bestimmte Anzahl von Fortbildungspunkten, um die Aufnahme in die Kammer zu beantragen. Die Architektenkammern sind föderal aufgebaut und jedes Bundesland hat eine eigene Kammer, daher gibt es zum Beispiel auch Unterschiede zur Aufnahme je nach Bundesland.

Vom Studium zur Architektenkammer

Spätestens nach dem zweiten Semester war mir klar, dass ich, um selbstständiger Architekt zu werden, Mitglied in der Architektenkammer werden muss. Allein schon wegen der Tatsache, dass ich, um Bauanträge unterschreiben zu dürfen, die große Bauvorlagenberechtigung benötige, die mit der Kammermitgliedschaft einhergeht. Doch während meines Studiums waren die Berührungspunkte mit der Kammer recht gering.

Das liegt zum einen daran, dass die Kammern unterschiedlich starken Kontakt zu den Hochschulen halten, zum anderen aber auch daran, dass es bisher kaum Möglichkeiten für Studierende gab, in die Kammern reinzuschauen. Dies zu ändern, ist eines der Anliegen der sich Nachwuchsorganisation nexture+, die sich in diesem Jahr gegründet hat.

Ein Netzwerk im Gespräch mit den Architektenkammern

Dieses Netzwerk von Studierenden in den Fächern Architektur und Innenarchitektur hat deshalb zu einem großen Treffen im Februar auch Vertreter*innen der Kammern zum Gespräch eingeladen. Dort konnte man viel über die Strukturen der Kammern erfahren.

Ein wichtiger Punkt war etwa die derzeitige Entwicklung bei den Kammern, die Mitgliedschaften für Studierende und junge Absolvent*innen schaffen, um einen besseren Übergang zwischen Studium und Kammer zu ermöglichen. So eine „freiwillige Mitgliedschaft“ will ich nun beantragen, denn in der hessischen Kammer ist dies seit diesem Jahr möglich. Dazu mehr in der nächsten Episode.

Fabian P. Dahinten studierte Architektur an der Hochschule Darmstadt und startet nun ins Berufsleben.

Hier findet ihr alle Nachwuchs-Kolumnen von Fabian.

Wie sind eure Erfahrungen als Architektur-Studierende oder Berufseinsteiger? Hinterlasst uns einen Kommentar auf dieser Seite oder schreibt uns unter DAB-leserforum@handelsblattgroup.com

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