Wiedergeburt nach Leerstand
Die denkmalgeschützte Kreuzkirche in Marl-Sinsen erhält neue Nutzungen – und bleibt als identitätsstiftender Ort für das Quartier erhalten.
Stellvertretend für einen ganzen Typus des modernen Kirchenbaus kann die ehemalige Kreuzkirche in Marl-Sinsen stehen. Das denkmalgeschützte Bauwerk von 1969 (Architekten Martin und Eckhard Saager) war nach längerem Leerstand an die Arbeiterwohlfahrt Westliches Westfalen verkauft worden.
Nach sechsjähriger Planungs- und Bauphase, in der zahlreiche Herausforderungen des Denkmalschutzes und der Finanzierung zu klären waren, konnte das markante Bauwerk im September 2025 wiedereröffnet werden – nun als Kita, Begegnungs- und Stadtteilzentrum sowie ambulante Mutter-Kind-Einrichtung. „Damit bleibt der Kirchenbau ein Orientierungspunkt im Quartier, der Menschen zusammenführt und weiterhin Identität stiftet“, sagte Architekt Gregor Treder.
Historischer Bestand und neue Eingriffe sind klar ablesbar, die markante Fensterfassade wurde aufwendig restauriert. Das Projekt ist vollständig barrierefrei; Kostenpunkt insgesamt: 1,8 Mio. Euro. „Viele ältere Bewohner aus der Nachbarschaft sind begeistert, dass ‚ihre Kirche‘ wieder nutzbar ist“, berichtet auch Stefan Schmitz, der die Begegnungsstätte als Sozialarbeiter betreut.
Projektdaten
Umnutzung und Sanierung einer denkmalgeschützten Kirche
Projektdaten
Umnutzung und Sanierung einer denkmalgeschützten Kirche
Ort: Marl-Sinsen
Architektur: AWO Immobilien GmbH
Bauherr: Arbeiterwohlfahrt Westliches Westfalen
Fertigstellung: 2025
Baukosten: 1,8 Mio Euro
awo-ww.de
Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
DAB Redaktion Nordrhein-WestfalenDas könnte Sie auch interessieren
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