vierzig:fuß re:use
Rund 25 Jahre waren sie im Einsatz, nun tragen sie zwei Wohnhäuser in Kassel. Wie verbaut man ausgediente Seecontainer so, dass jedes Bauteil wieder trennbar bleibt?
Auf einem ehemaligen Bahnrestgrundstück in Kassel entstanden zwei Einfamilienhäuser. Die leicht zueinander gedrehte Setzung der Baukörper nutzt das Grundstück effizient, erhält den Baumbestand und vermittelt städtebaulich zwischen Infrastrukturraum und Wohnnutzung.
Das Tragwerk basiert auf 40-Fuß-High-Cube-Seecontainern, die nach rund 25 Jahren Einsatz ein zweites Leben als konstruktives Grundgerüst der Häuser erhielten, ergänzt durch Dach- und Fassadenkonstruktionen aus Holz sowie Holzständerwände. Cortenstahl-Details greifen die Herkunft der Container auf. Herausgetrennte Containersegmente wurden an anderer Stelle erneut eingesetzt und machen den re:use-Gedanken bis ins Detail sichtbar.
Das Projekt folgt konsequent dem Cradle-to-Cradle-Prinzip: Mechanisch gefügte, sortenrein trennbare Bauteile, der Einsatz wiederverwendeter Materialien und ein klar ablesbarer konstruktiver Aufbau verbinden Nachhaltigkeit und räumliche Qualität. Wärmepumpe, Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Regenwassernutzung und für Photovoltaik vorbereitete Dachflächen ergänzen das nachhaltige Konzept.
Projektdaten
vierzig:fuß re:use
Projektdaten
vierzig:fuß re:use
Ort: Am Versuchsfeld 24/26, 34128 Kassel
Architektur: Robin und Marco Schüler, Kassel
Bauherr: Robin und Marco Schüler
Fertigstellung: 2025
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q3/2026 für die Region Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.
Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen
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