Alte Scheune wird zu Wohn(t)raum
In einer verfallenen Scheune schafft ein eingestellter Holzbau neuen Wohnraum – und bewahrt zugleich die Spuren und Atmosphäre des Bestands.
Die stark verfallene Scheune der Föhringsmühle in Dudeldorf wurde durch das junge Architekturbüro IDEENSCHMIEDE (Niehl) mit einem außergewöhnlichen Konzept zu neuem Leben erweckt. Das Projekt, ausgezeichnet mit dem Baukulturpreis Eifel 2025 und dem Landbaukulturpreis 2026, versteht den Bestand nicht als Hülle für eine Rekonstruktion, sondern als räumliches Gedächtnis.
Äußerlich beschränken sich die Eingriffe auf ein neues Dach und wenige Öffnungen mit roh belassenen Betonstürzen; die historischen Fassaden sind weitgehend unangetastet. Im Inneren wurde ein selbsttragender Holzbau mit zwei Ebenen eingestellt. Dieser schafft Wohnraum für zwei Personen und trägt zugleich den neuen Dachstuhl. Das Haus-im-Haus-Prinzip belässt den Zwischenraum als unbeheizte Erweiterung des Wohnens. Die neue Holzkonstruktion verbindet konstruktive Klarheit mit großer Sensibilität. Zurückhaltend gestaltete Details und der präzise Einsatz von Tageslicht erzeugen eine hohe räumliche Qualität. So entsteht ein gelungener Dialog zwischen Bestand und Intervention.
Projektdaten
Föhringsmühle – Umbau einer Scheune
Projektdaten
Föhringsmühle – Umbau einer Scheune
Ort: Dudeldorf
Architektur: IDEENSCHMIEDE, Niehl
Bauherrin: Silke Germann, Dudeldorf
Fertigstellung: 2025
ideenschmiede-architekten.de
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q3/2026 für die Region Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.
Architektenkammer Rheinland-Pfalz
DAB Redaktion Rheinland-PfalzDas könnte Sie auch interessieren
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