Strohballenwohnhaus
Stroh von nebenan, Lehm- und Kalkputz, keine Unterkellerung: Das 2025 ausgezeichnete Haus überzeugt durch einfache Form und konsequent nachhaltiges Bauen.
Das Objekt wurde 2025 von der AKBW als „beispielhaft“ ausgezeichnet. Die Jury unter dem Vorsitz des Stadtplaners Matthias Schuster urteilte: „Das frei stehende und aufgeständerte Gebäude besticht durch seine einfache Form, die den benachbarten dörflichen Maßstab aufnimmt. Der ländliche Standort beeinflusst die Materialwahl maßgeblich und macht das in Formensprache, Konstruktion und Ausgestaltung einfach gehaltene Gebäude zu etwas Besonderem. Der Rohstoff Stroh konnte fast vor der Tür geerntet und in Eigenleistung eingebaut werden. Der nachhaltige Ansatz zeigt sich auch bei der schlüssigen Wahl von Lehm- und Kalkputz und dem Verzicht auf Unterkellerung. Details, wie die verzinkten Baustahlmatten im Terrassenbereich, sind erfreulich pragmatisch gelöst und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Die derzeit großzügige Wohnfläche auf einer Ebene lässt sich aufgrund der Grundrissgestaltung schnell an Nutzeränderungen anpassen und kann dann mehr Personen aufnehmen.“
Neubau eines Wohnhauses
Neubau eines Wohnhauses
Standort: Rosenberg-Hirsch¬landen (Neckar-Odenwald-Kreis)
Bauherr: privat
Architekt: Architekturbüro Klärle, Bad Mergentheim
Fertigstellung: 2024
akbw.de/link/215n
Dieser Artikel erschien in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q1/2026 für Baden-Württemberg.
Architektenkammer Baden-Württemberg
DAB Redaktion Baden-WürttembergDas könnte Sie auch interessieren
Neues Wissen,
smarte Projekte und
inspirierende Ideen
Entdecken Sie die Welt der Architektur –
jetzt im exklusiven DAB Update!