Hands-on in Thailand: Junge Planende bauen Räume für Geflüchtete
Wie bauen wir nachhaltig, mit lokalen Baumaterialien? In diese Themen gibt das Projekt „Hands-on“ der Stiftung Deutscher Architekten (SDA) auch im Jahr 2027 in Südostasien wieder praktische Einblicke.
Bei dem Mitmachprojekt reisen junge Planerinnen und Planer in die Welt und packen vor Ort mit an. Ziel ist es, ein konkretes Objekt zu realisieren, von den ersten Vorüberlegungen über Aufmaß und Vorentwurfs-, Entwurfs- und Ausführungsplanung bis hin zur konkreten Realisierung.
Wände aus Lehm oder Dächer aus recyceltem Holz – zusätzlich hat der Architektur-Nachwuchs hier die Gelegenheit, sich Herausforderungen zu stellen und mit lokal verfügbaren Materialien zu arbeiten. „Hands-on“ der Stiftung Deutscher Architekten (SDA) findet im Jahr 2027 zum dritten Mal statt.
Hand in Hand zum Lehmbau
Im aktuellen Projekt, das am 13. Januar 2027 startet, sollen Räume für geflüchtete Kinder und Frauen in Mae Sot in Thailand errichtet werden. Gefragt sind Absolventinnen und Absolventen, Juniorarchitektinnen und -architekten und auch fortgeschrittene Studierende der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur sowie Stadtplanung.
„Hands-on bietet eine einzigartige Gelegenheit, Planung und Umsetzung aktiv mitzugestalten“, erklärt Markus Lehrmann, Geschäftsführer der Stiftung Deutscher Architekten. Bereits in den Vorjahren sind dabei verschiedene Bildungsbauten in Thailand entstanden, wobei jedes Gebäude ganz individuell konstruiert und errichtet wurde: Immer aber mit dem Ansatz, gute Architektur für die Menschen vor Ort zu errichten. Auch für 2027 werden ab sofort junge Planerinnen und Planer gesucht, die entwerfen, aber vor allem auch anpacken wollen – ganz gemäß dem Motto „Hands on!“
„Es ist beeindruckend, mit welch großem Engagement sich die jungen Planerinnen und Planer vor Ort zusammenfinden und einen Teamgeist entwickeln“, berichtete auch Christof Rose, stellvertretender Geschäftsführer der Architektenkammer NRW, beim Besuch der „Hands-on“-Baustelle 2026 – und ergänzte: „Das Projekt stärkt auch das Bewusstsein, dass Architektur von Menschen für Menschen gemacht wird; dass Architektur etwas ändern kann; dass Architektur unser aller Leben besser machen kann!“
Ein starkes Team
Wesentlicher Bestandteil von „Hands-on“ ist auch die Zusammenarbeit mit lokalen Facharbeitern vor Ort. Traditionelle Bautechniken treffen hier auf klimaangepasste Planung. Das Projekt 2027 findet in enger Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro „Simple Architecture“ von Jan Glasmeier statt, zudem wird es vor Ort von dem Verein „socialarchitecture e.V.“ unterstützt.
Die jungen Planerinnen und Planer erhalten somit fachliche und erfahrene Unterstützung – und erleben die spannende Gelegenheit, Planung und Bau über die Landesgrenzen hinaus zu erleben. Einen ersten Einblick in das Arbeiten vor Ort gibt es für die Teilnahmewilligen vorher: Im Auswahlverfahren ist die verbindliche Teilnahme an einem Lehmbau-Workshop notwendig.
Online-Infoveranstaltung und Bewerbung
Online-Infoveranstaltung und Bewerbung
Neugierig geworden? Eine Online-Informationsveranstaltung zum nächsten Hands-on-Projekt findet am 9. Juni 2026 statt. Die Zugangsdaten für das Online-Meeting werden nach Anmeldung per E-Mail versandt (Mail an: hands-on@aknw.de). Vorraussetzung für die Teilnahme ist in jedem Fall ein kammerfähiger Studienabschluss in Nordrhein-Westfalen oder – bei einem Abschluss aus einem anderen Bundesland – ein Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen.
Interessierte können sich außerdem bereits jetzt ebenfalls per E-Mail an hands-on@aknw.de bewerben (bis 29. Juni 9 Uhr). Weitere Informationen gibt es unter
Melina Beierle
Sachbearbeiterin in der Abteilung Medien, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen Regionalredaktion Nordrhein-WestfalenDas könnte Sie auch interessieren
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