Bremer Wohnbaupreis 2025
Unter dem Motto „Qualität sichern, Vielfalt fördern, Gemeinschaft ermöglichen“ fand im Februar 2026 im Bremer Rathaus die Preisverleihung des Landespreises für vorbildlichen Wohnungsbau statt.
Wie können neue Wohnqualitäten in der Stadt aussehen? Diese und andere Fragen fokussieren der Katalog und die Ausstellung zum Bremer Wohnbaupreis 2025; beide geben einen guten Überblick über die prämierten und eingereichten Projekte.
Zehn Preise, fünf Anerkennungen und fünf Sonderpreise wurden im Rahmen des Bremer Wohnbaupreises 2025, der als Staatspreis des Landes Bremen verliehen wird, durch die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung gemeinsam mit dem Präsidenten der Bremer Architektenkammer und dem Leiter des Bremer Zentrums für Baukultur im Bremer Rathaus überreicht. Damit prämierte der Bremer Wohnbaupreis bereits zum fünften Mal wegweisende Wohnbauten und Wohninitiativen in Bremen und Bremerhaven. Der im Jahr 2005 eingeführte Preis würdigt das herausragende Engagement der bremischen Bauherrinnen und Bauherrn sowie der betreuenden Architekturbüros in verschiedenen Kategorien.
Özlem Ünsal, Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, kann dabei eine erfolgreiche Bilanz verzeichnen: „Die Resonanz war überwältigend: 84 Projekte, die seit 2018 in Bremen und Bremerhaven realisiert wurden, sind für den Bremer Wohnbaupreis 2025 eingegangen und zeigen ein breites Spektrum des aktuellen Baugeschehens im Land Bremen. Einfamilienhäuser und Geschosswohnungsbauten, studentisches Wohnen und Baugemeinschaften, moderne Neubauten und die behutsame Erneuerung stadtbildprägender, erhaltenswerter Bauten, energieeffiziente Ansätze, Neuinterpretationen des Bremer Hauses und neuer städtebaulicher Strukturen sind vertreten. Diese Vielfalt ist ein deutliches Signal: Bremen kann Wohnungsbau!“
Die Vielfalt der Einreichungen hat begeistert.
Oliver Platz
Präsident der Architektenkammer Bremen
Das Preisträgerfeld wird geprägt von der Entwicklung von Quartieren, einem vielfältigen Geschosswohnungsbau und gefördertem Wohnungsbau sowie individuellen Wohnformen im Spektrum zwischen Einfamilienhäusern und Umbauten von Bremer Häusern. Es dokumentiert die Schwerpunkte und Themen des Wohnungsbaus in den beiden Städten sowie den hohen Qualitätsanspruch privater und öffentlicher Bauherren im Land Bremen. Neben städtebaulichen und architektonischen Qualitäten konnte die interdisziplinäre Jury, in der die baupolitischen Sprecher aller Fraktionen der Bremischen Bürgerschaft vertreten waren, ebenso energetische, wohnfunktionale und wirtschaftliche Aspekte wie auch das Thema Barrierefreiheit bewerten. Die Vielfalt der eingereichten Projekte und die intensive Auseinandersetzung mit ihren Qualitäten spiegeln sich auch in den Einschätzungen der Jurymitglieder wider.
„Als Gradmesser für qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Wohnungsbau verdeutlicht der Bremer Wohnbaupreis aktuelle Trends und eröffnet interessante Perspektiven auf die zeitgenössische Wohnarchitektur über Bremens Landesgrenzen hinweg“, erklärt die Juryvorsitzende Prof. Christa Reicher von der RWTH Aachen.
Die ausgezeichneten Projekte
Preise
Preise
1. Grünes Haus am Hohentorsplatz
2. Wohnprojekt KARL
3. einfach gemischt
4. Schweizer Foyer am Marktplatz Osterholz
5. Hartmannstift
6. Cecilien-Quartier/Überseegärten
7. Kistner-Carré
8. Neues Kaffeequartier
9. Wohnen vor Stephani
10. Q45
Anerkennungen
Anerkennungen
11. Wümmehof
12. Speicherlofts & TQ Studio
13. Spiralenhaus
14. Hafenpassage
15. Casino Futur
Sonderpreis Quartier
Sonderpreis Quartier
16. Gartenstadt Vahr – Innenentwicklung mit Typenprojekten
17. Europahafenkopf – Urbanes Programm
18. Goethequartier – Mit Liebe ins Detail
19. BlauHaus – Gemeinschaftliches und inklusives Wohnen
20. Ellener Hof – Sozial-ökologisches Modellquartier
„Es ist vor allem die Vielfalt der Einreichungen, die begeistert hat“, so Oliver Platz, Präsident der Architektenkammer Bremen. „Die Einreichungen haben gezeigt, dass es eben nicht nur ‚den Wohnungsbau‘ gibt, sondern dass dieser in unterschiedlichsten Typologien, Nutzungsmischungen und Kontexten in Bremen stattfindet – im Bestand wie im Neubau. Die hohe Qualität der Umsetzung zeigt, dass es nur ganz wenige Pauschalrezepte gibt und dass Architektinnen und Architekten eine entscheidende Rolle bei der Lösung der Wohnraumfrage einnehmen können und müssen!“
Prof. Dr. Christian v. Wissel, der wissenschaftliche Leiter des b.zb, unterstreicht die baukulturelle Bedeutung des Preises: „Der Preis würdigt herausragende Leistungen im Neu- und Umbau im Land Bremen. Damit setzt er zugleich wichtige Impulse, um den hohen Anspruch an Wohnungen auch weiterhin zu verfolgen und erfolgreich umzusetzen. Dies ist ein besonderer Beitrag für den Wohnstandort und die Lebensqualität im Land Bremen.“
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q3/2026 für Bremen.
Jan-Niclas Döpkens
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