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„Es geht darum, Maßstäbe und Disziplinen zu verknüpfen“

Eine Frage – mehrere Meinungen: Architekturvermittlung – wozu eigentlich? Die Kommunikation mit Laien und anderen Fachdisziplinen ist kein Nice-to-have. Denn für den Bauprozess stellt sie entscheidende Weichen.

Mann mittleren Alters mit dunklen Haaren lächelt in die Kamera, trägt schwarzes Langarmshirt vor beiger Wand
© Virginie Lemée

Philip Denkinger

Vizepräsident Europäisches Architekturhaus Oberrhein

Abteilungsleiter Grünflächen und Umweltschutz, Stadt Offenburg; Partner im Büro 120GR architecture, paysage et urbanisme; Vizepräsident Europäisches Architekturhaus Oberrhein

02.07.2026 2min
Baukultur Baden-Württemberg

Wozu die Vermittlung von „Baukultur“? – denn als Landschaftsarchitekt möchte ich die Stadtplanung und Landschaftsarchitektur nicht außen vor lassen! Der Raum besteht aus den Wechselwirkungen physischer und menschlicher Faktoren, die zusammen funktionieren und sich gemeinsam verändern. 

Gerade klimatische Veränderungen werden immer spürbarer und wir sehen, dass wir die Räume unserer gebauten Umwelt nicht mehr in der gleichen Art und Weise planen und gestalten können wie in den letzten Jahrzehnten. Den entsprechenden Wandel unserer Denkweise gilt es zu vermitteln. 

Angesichts der heutigen ökologischen Herausforderungen können Konzepte zu Landschafts-, Stadt- oder Architekturprojekten nur transversal und großräumig sein, indem sie alle Disziplinen der Planung, der Gestaltung, der Natur- und der Sozialwissenschaften einbeziehen. Das Thema der Verknüpfung der Maßstäbe sowie der Disziplinen ist ein zunehmend wichtiger Faktor in der wachsenden Komplexität der Organisation von Stadtprojekten. 

Gerade die Landschaftsarchitektur als Querschnittsdisziplin ermöglicht es, die Lücken zwischen den verschiedenen Herausforderungen aus den Natur-, Sozial- und Ingenieurwissenschaften in einer Betrachtung zur nachhaltigen Entwicklung zu schließen. Damit unser Lebensumfeld auch in Zukunft noch lebenswert bleibt, müssen wir auf diese Dynamiken im Arbeitsalltag eingehen, in der Lehre vermitteln und natürlich auch dem breiten Publikum verständlich machen. 

Unter dem Motto „Architektur & Landschaft“ werden die diesjährigen Architekturtage des Europäischen Architekturhauses die aktuellen Dynamiken der Baukultur im Oberrhein beleuchten. Über die Grenzen hinweg! 

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Fazit

Wir können heute nicht mehr rein disziplinspezifisch denken, da sich durch den Klimawandel der Planungskontext stark verändert. Konzepte müssen transversal koordiniert werden, um passende Antworten zu finden. Landschaftsarchitektur schließt genau hier Lücken zwischen Natur-, Sozial- und Ingenieurwissenschaften und macht nachhaltige Entwicklung greifbar. Die Architekturtage des Europäischen Architekturhauses thematisieren dieses Jahr „Architektur & Landschaft“ und zeigen die Dynamiken der Baukultur im Oberrhein – grenzüberschreitend.


Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für Baden-Württemberg

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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