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„Bauleitplanverfahren werden digital“

Ab 31. Oktober 2026 müssen Bauleitpläne in Bayern verpflichtend über die Plattform DiPlanung laufen. Martin Birgel, Sprecher der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V., erklärt im Interview, was Planende jetzt vorbereiten müssen.

Bayerische Architektenkammer
11.09.2026 2min
"Schwarzweiß-Porträtfoto eines Mannes mittleren Alters mit dunklem Haar und Brille. Er lächelt freundlich zur Kamera. Er trägt einen dunklen Blazer über einem hellen Hemd. Im unscharfen Hintergrund sind Skizzen oder Pläne erkennbar. Professionelle Headshot-Fotografie."
Martin Birgel
© Privat

DAB Redaktion Bayern: Ab 31. Oktober 2026 müssen Bauleitpläne in Bayern über die Plattform DiPlanung übermittelt werden. Was müssen Planer:innen beachten?

Martin Birgel: Wesentlich ist, dass sich alle Planer:innen in den Planungsbüros und Kommunen früh mit der neuen digitalen Plattform DiPlanung befassen und sich in deren Anwendung schulen. Wie bei allen neuen Technologien und Entwicklungen braucht es zu Beginn etwas Zeit, sich einzuarbeiten, um die Systematik und Benutzeroberfläche kennenzulernen. Im Fall der Einführung von DiPlanung wird dies besonders brisant, da es ab Ende Oktober für alle Verfahren zur Erstellung von Bebauungs- und Flächennutzungsplänen verpflichtend sein wird – ohne Ausnahmen und ohne Übergangsfristen. Darüber hinaus bedarf es aber auch der Fähigkeit zur Erstellung von XPlanungen. Der Standard XPlanung ermöglicht die vollvektorielle Abbildung von Bauleitplänen und ist zugleich die technische Grundlage für die Nutzung von DiPlanung. Künftig wird es daher unabdingbar sein, Bebauungs- und Flächennutzungspläne in einer digital auswertbaren und standardisierten Form bereitzustellen. 

"Schwarzweiß-Porträtfoto eines Mannes mittleren Alters mit dunklem Haar und Brille. Er lächelt freundlich zur Kamera. Er trägt einen dunklen Blazer über einem hellen Hemd. Im unscharfen Hintergrund sind Skizzen oder Pläne erkennbar. Professionelle Headshot-Fotografie."
© Privat
Zur Person

Martin Birgel

Sprecher der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung e.V.

Martin Birgel  ist Architekt und Stadtplaner. Als Sprecher der SRL engagiert er sich für eine zukunftsfähige Stadt-, Regional- und Landesplanung in Bayern.

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Welche Potenziale ergeben sich?

Mit DiPlanung und vor allem mit der zukünftigen vollvektoriellen Erfassung aller Bauleitplanungen in Bayern werden diese endlich für alle Planenden, aber auch die Öffentlichkeit einfach zugänglich. Des Weiteren können somit alle Bauleitplanungen elektronisch ausgelesen und damit Schnittstellen zu zahlreichen weiteren Anwendungen generiert werden, wie z. B. zu den digitalen Zwillingen der Kommunen oder auch zur Auswertung der Nachverdichtungs- oder Flächenpotenziale. 

Welche Herausforderungen gilt es zu bewältigen?

Bisher stecken viele der Programme noch in der Entwicklung, sind nicht anwenderfreundlich oder haben Schwachstellen, die von den Anbietern behoben werden müssen. Für die Planenden gilt es, sich mit dieser neuen Entwicklung zu beschäftigen und die Augen nicht zu verschließen. In Bayern wird Bauleitplanung zukünftig nur mit XPlanung und DiPlanung möglich sein!


Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q3/2026 für die Region Bayern.

Bayerische Architektenkammer

DAB Redaktion Bayern
Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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