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Bremen gewinnt Sonderpreis beim Städtebaupreis 2025

Bei dem wichtigsten bundesweiten Wettbewerb für zukunftsweisende Planungs- und Stadtbaukultur hat das Bremer Projekt Kellogg Pier den Sonderpreis für „Umbaukultur in der zirkulären Stadt“ verliehen bekommen.

Architektenkammer Bremen
22.12.2025 2min
Hochhaus mit abgerundeten Balkonen und einem großen, orangefarbenen "Kellogg's"-Schriftzug auf dem Dach.
Das Neubauprojekt Reislager entstand in enger Anlehnung an das vorherige Gebäude. Fertigstellung: 2023 © Architekturbüro: Delugan Meissl Associated Architects, Wien 2023, Foto: Dr. Andreas Müller

Alle zwei Jahre verleiht die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) den Deutschen Städtebaupreis (DSP), maßgeblich unterstützt von der Wüstenrot Stiftung. Er zeichnet nachhaltige, innovative Beiträge zur Stadtbaukultur aus, die aktuelle Lebensformen, den öffentlichen Raum und Ressourceneffizienz verbessern. Dieser Preis ist eine Bühne für visionäre Projekte, die die Zukunft unserer Städte und Gemeinden gestalten. In zwei Kategorien werden die Preise vergeben: Der Städtebaupreis würdigt innovative, nachhaltige Beiträge zur Stadtbaukultur, die aktuellen Lebensformen gerecht werden, den öffentlichen Raum neu denken und Ressourcen effizient nutzen. Der Sonderpreis hebt dringend erforderliche Herausforderungen in der Stadtplanung hervor – ein Aufruf zum Handeln. Mit einer Dotierung von 25.000 Euro für die Preise sowie bis zu fünf Auszeichnungen und Belobigungen fördert der DSP zukunftsweisende Projekte und setzt wichtige Entwicklungen im Städtebau in den Fokus.

Kreative Ansätze für bestehende Strukturen

Für den Städtebaupreis 2025 bewarben sich 61 Projekte, mit einem Spektrum von minimalinvasiven Infrastrukturprojekten im ländlichen Raum bis zu großen urbanen Transformationen. Die interdisziplinär besetzte Jury aus Expert:innen für Stadtplanung, Architektur, Freiraumgestaltung, Denkmalpflege und Wirtschaft musste aus einer Vielzahl anspruchsvoller Bewerbungen die besten auswählen.

Im Sonderpreis zum Thema „Umbaukultur in der zirkulären Stadt“ wurden Beispiele gesucht, wie bestehende Strukturen durch kreative Ansätze neu belebt werden können, um die Lebensqualität zu steigern und multifunktionale Stadtteillösungen zu entwickeln. Ziel war es, innovative Strategien und Impulse aufzuzeigen, die leer stehende oder aufgegebene Nutzungen und Infrastrukturen kreativ nutzen. Trotz ihrer oft sperrigen Erscheinung bergen diese Elemente unentdecktes Potenzial für eine zirkuläre, nachhaltige Umbaukultur.

Mehrstöckiges Gebäude mit abgerundeten Fenstern und Schriftzug 'Kellogg's' auf dem Dach, daneben ein modernes Gebäude mit Glasfassade.
Das Umbauprojekt Silo-Hotel John & Will ist ein wichtiger Baustein auf der Bremer Überseeinsel. Fertigstellung: 2024 © Architekturbüro: Delugan Meissl Associated Architects, Wien, Foto: Ulf Duda

„Der Kellogg Pier in Bremen zeigt, wie aus industrieller Architektur durch kreative Umnutzung, behutsamen Umbau und nachhaltige Energiekonzepte ein lebendiges Quartier mit neuer Identität entsteht – eine Verbindung von Vergangenheit und Zukunft. Alte Strukturen bleiben erhalten, während offene Zwischennutzungen, gemeinschaftliches Engagement und eine klare Vision die Transformation vorantreiben. Ein mutiges Zeichen für Bremen und eine nachhaltige, inspirierende Zukunft.“, so urteilt der Juryvorsitzende des DSP 2025, Tim von Winning.

Die Preisträger des Deutschen Städtebaupreises 2025 wurden, während der Preisverleihung am 25. Juli in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin verkündet. Alle prämierten Projekte des DSP 2025 werden mit kleinen Dokumentationsfilmen und Informationstafeln auf www.dasl.de präsentiert.

Architektenkammer Bremen

Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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