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„Gute Vermittlung gelingt über persönliche Anknüpfungspunkte“

Eine Frage – mehrere Meinungen: Architekturvermittlung: eine Frage unserer Zeit: Architektur bewegt sich in veränderlichen Kontexten von Baukultur und Gesellschaft. Wie vermittelt man sie heute?

Porträtfoto einer Frau mit schwarzen, schulterlanken Haaren und Brille. Sie trägt ein beiges Leinenhemd und hat ihre Arme verschränkt. Sie blickt direkt in die Kamera und hat rote Lippen. Der Hintergrund zeigt eine helle Wand mit geometrischen, hellen Fliesenmuster.
© Michaela Heelemann

Stephanie Reiterer

Innenarchitektin

Stephanie Reiterer entwickelt mit ihrem gemeinnützigen Büro „bauwärts“ Vermittlungs- und Beteiligungsprojekte und engagiert sich für baukulturelle Bildung.

19.06.2026 1min

Gelingende baukulturelle Bildung nimmt, neben klassischen Aspekten von Schönheit, Proportion und guter Form, auch gesellschaftliche sowie ökologische Prozesse des Wandels bewusst in den Blick. Sie schafft dabei vielfältige, möglichst niederschwellige Zugänge zur Kultur des Entwerfens, Gestaltens und Bauens und öffnet diese für unterschiedliche Zielgruppen. Damit baukulturelles Wissen, entsprechende Kompetenzen und ein nachhaltiges Interesse an der gebauten Umwelt überhaupt entstehen können, braucht es konkrete persönliche Anknüpfungspunkte, etwa relevante Gebäude und Orte oder Aufgabenstellungen mit klarem Bezug zur eigenen Lebensrealität. Baukulturvermittlung muss deshalb auf aktuelle Herausforderungen reagieren – nehmen wir zum Beispiel die Transformation von Einfamilienhausgebieten. Mit zeitgemäßen Aufgabenstellungen, jenseits der „Villa am Stadtrand“, können Fragen des Gemeinwohls stärker in den Fokus rücken.

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Fazit

Für die „Bauwende“ brauchen wir eine Generation, die versteht, wie Prozesse des Wandels und der Baukultur einander bedingen – und wo sie selbst wirksam werden kann.


Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für Bayern

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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„Es geht darum, Maßstäbe und Disziplinen zu verknüpfen“

Eine Frage – mehrere Meinungen: Architekturvermittlung – wozu eigentlich? Die Kommunikation mit Laien und anderen Fachdisziplinen ist kein Nice-to-have. Denn für den Bauprozess stellt sie entscheidende Weichen.

Berufspolitik Baden-Württemberg
02.07.2026
Eine architektonische Visualisierung zeigt einen zentralen Platz mit einem massiven Neubau aus hellem Mauerwerk, der sich zwischen historische Gebäude mit Satteldächern einfügt, große Öffnungen und Einblicke lassen Nutzung und Aktivität erkennen, während Menschen den Platz durchqueren oder sich versammeln, wodurch das Bild die Schaffung eines neuen öffentlichen Zentrums verdeutlicht, das Bestand und Neubau verbindet und Raum für kulturelle, soziale und gemeinschaftliche Aktivitäten bietet.

Sanierung von Schloss Köthen: Architekturwettbewerb entschieden

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27.01.2026
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