„Gute Vermittlung gelingt über persönliche Anknüpfungspunkte“
Eine Frage – mehrere Meinungen: Architekturvermittlung: eine Frage unserer Zeit: Architektur bewegt sich in veränderlichen Kontexten von Baukultur und Gesellschaft. Wie vermittelt man sie heute?
Gelingende baukulturelle Bildung nimmt, neben klassischen Aspekten von Schönheit, Proportion und guter Form, auch gesellschaftliche sowie ökologische Prozesse des Wandels bewusst in den Blick. Sie schafft dabei vielfältige, möglichst niederschwellige Zugänge zur Kultur des Entwerfens, Gestaltens und Bauens und öffnet diese für unterschiedliche Zielgruppen. Damit baukulturelles Wissen, entsprechende Kompetenzen und ein nachhaltiges Interesse an der gebauten Umwelt überhaupt entstehen können, braucht es konkrete persönliche Anknüpfungspunkte, etwa relevante Gebäude und Orte oder Aufgabenstellungen mit klarem Bezug zur eigenen Lebensrealität. Baukulturvermittlung muss deshalb auf aktuelle Herausforderungen reagieren – nehmen wir zum Beispiel die Transformation von Einfamilienhausgebieten. Mit zeitgemäßen Aufgabenstellungen, jenseits der „Villa am Stadtrand“, können Fragen des Gemeinwohls stärker in den Fokus rücken.
Fazit
Für die „Bauwende“ brauchen wir eine Generation, die versteht, wie Prozesse des Wandels und der Baukultur einander bedingen – und wo sie selbst wirksam werden kann.
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für Bayern
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