„Die eigentliche Zukunftskompetenz ist Kommunikation“
Eine Frage – mehrere Meinungen: Zukunft gestalten, aber womit? Antonia Rieß sieht in Kommunikation die zentrale Fähigkeit für gelingende Planung.
Zukunft gestalten, aber womit? Junge Köpfe sind gefragt. Welche Fähigkeiten sind nötig, um die zentralen Zukunftsaufgaben zu bewältigen, die sich in Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung stellen?
Noch im Architekturstudium hätte ich die Frage nach der zentralen Zukunftskompetenz vermutlich sofort mit dem allgegenwärtigen Thema der Nachhaltigkeit beantwortet. Ohne Zweifel ist sie ein wichtiges Werkzeug, meiner Meinung nach heute jedoch als grundlegende Kompetenz und Basis jeder Planung zu verstehen. Die eigentliche Zukunftskompetenz, an der wir arbeiten sollten, ist für mich Kommunikation. Zu Generalist:innen ausgebildet, haben wir viele Anforderungen zusammenzuführen: immer mehr Spezialist:innen einzubinden, Normen zu berücksichtigen und rechtliche Rahmenbedingungen zu verstehen. Das gilt unabhängig davon, ob wir in der Planung, der Bauherrenschaft oder anderen Bereichen unseres vielseitigen Berufsfelds tätig sind.
Entscheidend ist dabei die Fähigkeit, gut zu kommunizieren. Kommunikation bedeutet nicht (nur) einen guten Umgang miteinander, sondern auch, gemeinsame Ziele zu definieren, Erwartungen abzugleichen und Verantwortung zu übernehmen. Gerade das Zusammenspiel von Planungsteam und Bauherrenschaft ist hier ein zentraler Aspekt: Es geht darum, ein Miteinander für das Projekt zu entwickeln.
Fazit
Als Teil des Juniornetzwerks und selbst am Anfang meiner Berufslaufbahn erlebe ich, wie wertvoll Austausch und Vernetzung sind, um diese und weitere wichtige Fähigkeiten voneinander zu lernen und gemeinsam die Zukunft unseres Berufs zu gestalten.
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q3/2026 für Bayern.
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