„Das bleibt ein Experiment mit ungewissem Ausgang.“
Eine Frage – mehrere Meinungen: Bau-Turbo – Lösung oder Schnellschuss?
Der Bau-Turbo verspricht Tempo im Wohnungsbau. Doch reicht Beschleunigung aus, um die strukturellen Probleme zu lösen?
Der in seiner Ausgestaltung ohne Vorwarnung schlussendlich gegen die Empfehlungen der planenden Berufe beschlossene Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung soll den stagnierenden Wohnungsbau ankurbeln. Die Bedarfsdeckung an bezahlbarem Wohnraum wird damit jedoch nicht erreicht. Vielmehr lädt die als Bau-Turbo bezeichnete Novelle des Baugesetzbuches zur Abkehr von der – einst zu Recht hochgepriesenen – Innenentwicklung ein, insbesondere in den ländlichen sowie klein- und mittelstädtischen Siedlungsräumen.
Besser wäre es, wenn der Bundesgesetzgeber zusammen mit den Ländern die Stärkung der kommunalen Haushalte bei der Besetzung ihrer Bau- und Planungsämter mit ausreichend und vor allem planungsrechtlich qualifiziertem Personal in den Blick nehmen würde. Den von Ministerin Verena Hubertz bei den Kommunen eingeforderten Mut sehe ich eher an die Behörden des Fachplanungsrechts adressiert. Hier bedarf es einer Beschleunigung von Entscheidungsprozessen.
Fazit
Erforderlich ist die Stärkung der kommunalen Haushalte mit ausreichend planungsrechtlich qualifiziertem Personal.
Dieses Meinungsstück aus der Rubrik „Eine Frage – mehrere Meinungen” stammt aus der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q1/2026, Region Berlin | Brandenburg.
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