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„Baukultur entdecken: Jugendliche für Architektur begeistern“

Im Interview spricht der Naumburger Architekt Matthias Tränkner über die Initiative „Architektur macht Schule“

Jana Halbritter
09.06.2026 2min
Porträt einer lächelnden Person mittleren Alters mit kurzen grauen Haaren und Brille, die in einem hellblauen Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln und Jeans entspannt auf Außentreppen vor einer rotbraunen Haustür sitzt; die Hände sind locker übereinandergelegt und eine Armbanduhr ist sichtbar.
Matthias Tränkner, Freier Architekt Büroinhaber Tränkner Architekten, Naumburg (Saale), seit 1995 freiberuflich, engagiert für die Architektenkammer in der AG Öffentlichkeitsarbeit. © Torsten Biel

DAB Redaktion Sachsen-Anhalt: Was motiviert Sie persönlich, sich im Rahmen von „Architektur macht Schule“ für die Vermittlung von Planungs- und Baukultur an Kinder und Jugendliche zu engagieren?  

Matthias Tränkner: Meine Motivation ist ganz einfach: Wenn man nichts tut, verändert sich auch nichts. Deshalb engagiere ich mich, um junge Menschen früh für Architektur und Baukultur zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, wie sie ihre gebaute Umwelt aktiv mitdenken und mitgestalten können.

Engagement kostet Zeit – wie gelingt es Ihnen, dieses neben Ihrem beruflichen Alltag zu realisieren?  

Das erfordert tatsächlich eine bewusste Prioritätensetzung und eine gute Organisation im Büro, wo ich glücklicherweise ein starkes Team hinter mir habe. Ich sehe das Engagement nicht als zusätzliche Belastung, sondern als sinnvolle Ergänzung meiner Arbeit – und nehme mir dafür Zeit, weil ich von seinem langfristigen Wert überzeugt bin. 

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Welche Tipps würden Sie Kolleginnen und Kollegen geben, die sich ebenfalls engagieren möchten?

Einfach anfangen und sich von möglichen Hindernissen nicht abschrecken lassen. Offen auf Schulen zuzugehen, die Interessen der Kinder einzubeziehen und eng mit Lehrern zusammenzuarbeiten. Ein starkes Team im Rücken und die Einbringung eigener Erfahrungen bereichern das Engagement. Außerdem sollte man die Geschäftsstelle der Architektenkammer einbinden und über die Projekte berichten – denn gute Öffentlichkeitsarbeit ist dabei die halbe Miete und motiviert vielleicht andere zur Nachahmung.

Wie sehen Sie die Rolle von Architektinnen und Architekten bei der Vermittlung von Baukultur in der Schule?

Sie bringen in der Schule eine besondere Perspektive ein, weil sie Planungsprozesse, Gestaltung und städtebauliche Zusammenhänge aus erster Hand kennen. Sie können komplexe Zusammenhänge verständlich machen, das „Sehen“ schulen und Schüler dafür sensibilisieren, wie Architektur ihren Alltag prägt und wie sie selbst aktiv ihre gebaute Umwelt mitgestalten können. 


 Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für die Region Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Jana Halbritter

Presse - und Öffentlichkeitsarbeit Architektenkammer Sachsen-Anhalt DAB Redaktion Sachen-Anhalt
Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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