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DenkmalWohnen: Wie Industriebauten zu Lebensräumen werden

Leer stehende Industriegebäude bergen enormes Potenzial für neuen Wohnraum. Wie denkmalgeschützte Bestände zu lebendigen Quartieren werden, zeigten die 13. Hambacher Architekturgespräche.

Lena Pröhl
29.06.2026 2min
Bestand Baukultur Rheinland-Pfalz
"Große Außenveranstaltung in einem historischen Innenhof mit Backsteingebäuden. Etwa 100 Personen in casual bis Business-Kleidung stehen und gehen durcheinander. Die umgebenden Gebäude zeigen mittelalterliche Architektur mit großen gotischen Fenstern, Zinnen und Steinmauern in Beige und Grau. Sonnenschein bei klarem Himmel beleuchtet die Szene. Links sitzt eine Person mit Tablet und nimmt Notizen."
Get-together bei den Hambacher Architekturgesprächen 2026 im Innenhof des Hambacher Schlosses. © Kai Mehn, Neustadt

Wie lassen sich historische Industrie- und Gewerbebauten für die Zukunft nutzen? Diese Frage stand im Mittelpunkt der 13. Hambacher Architekturgespräche. Unter dem Titel „DenkmalWohnen – Umnutzung statt Verfall“ diskutierten Fachleute aus Architektur und Denkmalpflege über Chancen und Herausforderungen bei der Transformation leer stehender Gebäude in Wohn- und Lebensräume.

Dabei wurde deutlich: Angesichts des angespannten Wohnungsmarktes und begrenzter Flächenressourcen gewinnt die Umnutzung von Bestand zunehmend an Bedeutung. Industriebauten befinden sich häufig in zentralen Lagen, verfügen über eine gute Infrastruktur und besitzen zugleich einen hohen baukulturellen Wert. Ihre Weiterentwicklung spart Ressourcen, erhält graue Energie und bewahrt die Identität eines Ortes.

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Wie vielfältig die Lösungen ausfallen können, verdeutlichten drei Projekte. Marc Hübert (raumwerk.architekten, Köln) stellte den Krühbusch-Hof auf dem BOB CAMPUS in Wuppertal vor. Aus ehemaligen Betriebswohnungen einer Textilfabrik entstand dort ein sozial durchmischtes Wohnquartier. Michael Welle (Michael Welle Architektur, Nordrach) präsentierte die Umnutzung der denkmalgeschützten Reithalle in Achern, die heute Markthalle, Büros, Kulturangebote und Wohnungen unter einem Dach vereint. Peter Strobel (Bayer & Strobel Architekten, Kaiserslautern) erläuterte am Beispiel des PFAFF-Quartiers, wie ehemalige Industrieareale zu lebendigen Stadtbausteinen entwickelt werden können. 

"Konferenzvortrag in einem historischen Gewölbesaal mit roten Backsteinmauern. Auf der Bühne sitzen etwa sieben Diskussionsteilnehmer. Ein großer Projektorschirm zeigt die Präsentation 'DenkmalWohnen - Architekturgespräche' mit Namen und Foto eines Schlosses. Das Publikum sitzt in Stuhlreihen und schaut zur Bühne. Die Wände sind mit rotem und gelbem Licht beleuchtet. Im Hintergrund massive Steinpfeiler."
Der Festsaal des Hambacher Schlosses ist traditionell Bühne für die Hambacher Architekturgespräche. Gesprächsrunde: Marc Hübert (raumwerk.architekten, Köln), Peter Strobel (Bayer & Strobel Architekten, Kaiserslautern), Anna Lena Dörr (Moderation), Edda Kurz, Vizepräsidentin der Architektenkammer Rheinland-Pfalz, Investor Gerold Weber. © Kai Mehn, Neustadt
"Porträt eines Mannes mittleren Alters mit dunklem kurzen Haar und runder Brille. Er trägt ein schwarzes Langarmshirt und gestikuliert mit erhobener Hand nach oben. Der Hintergrund ist unscharfe blaue und beige Farbtöne. Ein Mikrofon ist sichtbar. Die Geste suggeriert eine ausdrucksstarke Sprechweise."
Marc Hübert (raumwerk.architekten, Köln) zeigte am Beispiel des Krühbusch-Hofs auf dem BOB CAMPUS in Wuppertal, wie aus einer ehemaligen Textilfabrik ein lebendiges Quartier entstehen kann. © Kai Mehn, Neustadt
"Konferenzvortrag in einem Gewölbesaal. Auf der Bühne sitzt ein Mann im schwarzen Hemd auf der linken Seite, eine Frau in grünem Blazer steht auf der rechten Seite. Ein großer Projektorschirm zeigt eine Architektur-Visualization eines gelb beleuchteten modernes Pavillons mit Panoramafenster. Das Publikum sitzt davor im Auditorium. Die Backsteinwände sind orange beleuchtet."
Der Krühbusch-Hof mit seinen beiden gründerzeitlichen Wohnhäusern, einer Remise mit ortsbildprägendem Schornstein und den gewerblichen Shedhallen ist Teil des BOB CAMPUS in Wuppertal-Oberbarmen. © Kai Mehn, Neustadt
"Nahaufnahme eines älteren Mannes im Profil mit kahlem Kopf, schwarzer Brille und weißem Hemd mit beiger Krawatte. Er spricht engagiert und gestikuliert mit beiden Händen. Ein Headset-Mikrofon ist sichtbar. Der unscharfe Hintergrund zeigt warme braune Farbtöne."
Architekt Michael Welle aus Nordrach präsentierte die Umnutzung der Reithalle Achern zu einem vielfältig genutzten Ensemble mit Markthalle, Café, Buchhandlung, Ausstellungsflächen, Büros und Wohnungen. © Kai Mehn, Neustadt
"Portrait eines Mannes mit dunklem Haar und Bart, der ein schwarzes Jackett über weißem Shirt trägt. Er hält ein Mikrofon und spricht engagiert. Seine Hände sind gestikulierend erhoben. Der Hintergrund zeigt unscharfe rote Backsteine einer historischen Mauer."
Architekt Peter Strobel (Bayer & Strobel Architekten, Kaiserslautern) stellte die Revitalisierung des alten Kesselhauses auf dem PFAFF-Gelände in Kaiserslautern vor. © Kai Mehn, Neustadt

Fazit des Abends: Gebäudebestand ist ein wertvoller Schatz, dessen Potenziale künftig noch stärker genutzt werden sollten. Die vorgestellten Projekte zeigten, wie aus ehemaligen Produktionsstandorten attraktive Lebensräume entstehen – und wie die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft nachhaltige Stadtentwicklung fördert.

Die Hambacher Architekturgespräche sind eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE). 

Porträt einer Frau mit Brille in Innenraum Freundlich lächelnde Frau im Business-Outfit vor hellem Hintergrund.

Lena Pröhl

Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz DAB Redaktion Rheinland-Pfalz

Lena Pröhl ist Journalistin, M.A., und arbeitet im Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz.

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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