Von der JVA zur Musikschule
Tag der Architektur: Die ehemalige Justizvollzugsanstalt wurde sensibel zur Musikschule umgebaut und neu geöffnet. Historischer Bestand und transparenter Erweiterungsbau bilden ein prägnantes Entrée zum neuen Stadtquartier.
In der saarländischen Stadt St. Ingbert entsteht ein neues Stadtquartier rund um die „Alte Baumwollspinnerei“, die umgebaut und als Rathaus genutzt werden wird. In unmittelbarer Nähe befindet sich die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Justizvollzugsanstalt. Nach Umbau, Sanierung und Erweiterung beherbergt sie nun die städtische Musikschule. Die Liegenschaft besteht aus dem Vordergebäude – der eigentlichen JVA mit ihrer markanten Sandsteinfassade – dem Gefängnishof sowie einem eingeschossigen Hinterhaus.
Bei der umfassenden Sanierung des JVA-Gebäudes standen barrierefreie Erschließung, Brandschutz sowie schallschutztechnische und raumakustische Anforderungen im Vordergrund. Dabei wurde die ursprüngliche Struktur des Gebäudes weitestgehend erhalten oder wiederhergestellt. Ein transparenter dreigeschossiger Erweiterungsbau dient als neuer Haupteingang zur Musikschule. Er wurde in Stahlbeton- bzw. Stahlbauweise mit Pfosten-Riegel-Fassade errichtet und vereinigt die Funktion des zweiten baulichen Rettungsweges und der barrierefreien Erschließung. Das Ensemble bildet eine repräsentative Landmarke am Zugang zum Quartier der angrenzenden Baumwollspinnerei.
Umnutzung JVA zur Musikschule
Umnutzung JVA zur Musikschule
Ort: Alte Bahnhofstraße 11, 66386 St. Ingbert
Bauherr: Stadt St. Ingbert
Architektur: studio 32
Landschaftsarchitektur: Peter Glaser Landschaftsarchitekten, Homburg
Fertigstellung: 2024
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für die Region Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.
Architektenkammer des Saarlandes
DAB Redaktion SaarlandDas könnte Sie auch interessieren
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