Vom Gasthaus zum Wohnraum
Tag der Architektur: Die Sanierung der „Traube“ verbindet Denkmalschutz mit zeitgemäßem Wohnen. Historische Substanz wurde sensibel weitergebaut und neu aktiviert.
Das ehemalige Gasthaus „Zur Traube“, ein giebelständiges Fachwerkhaus aus dem frühen 18. Jahrhundert, wurde im Zuge einer umfassenden Sanierung und Umnutzung zu einem Wohngebäude nach KfW-Effizienzhausstandard entwickelt. Ziel war der weitgehende Erhalt der historischen Bausubstanz und Schaffung zeitgemäßer Wohnqualitäten.
Nicht historische Anbauten und spätere Dachaufbauten wurden zurückgebaut, um die ursprüngliche Kubatur wiederherzustellen. Die Grundrisse der sechs Wohneinheiten reagieren auf die vorhandene Tragstruktur und zeichnen sich durch offene Raumkonzepte sowie kompakte Einbauten aus. Unterschiedliche Raumsituationen führen zu individuellen Wohnungszuschnitten.
Planung und Ausführung berücksichtigten denkmalpflegerische, bauphysikalische und nachhaltige Anforderungen. Großer Wert wurde auf den Erhalt und die Wiederverwendung bestehender Materialien und Bauteile, wie Türen, gelegt. Das Projekt ist Teil einer Aktivierung eines brachliegenden Gesamtareals, das den Erhalt und die denkmalgerechte Weiterentwicklung der alten Stadtstruktur Erbachs verfolgt.
Umnutzung eines denkmalgeschützten Gasthauses zum Wohnhaus
Umnutzung eines denkmalgeschützten Gasthauses zum Wohnhaus
Ort: Erbach im Odenwald
Bauherr: Nuno und Nelson Gameiro, Frankfurt
Architektur: liquidarchitekten, Reichelsheim
Fertigstellung Sanierung: 10/2025
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für die Region Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.
Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen
DAB Redaktion HessenDas könnte Sie auch interessieren
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