Konvent der Baukultur 2026 – Termin jetzt vormerken!
Am 10. und 11. Juni 2026 findet der Konvent der Baukultur 2026 der Bundesstiftung Baukultur in Potsdam statt.
Im Rahmen der Veranstaltung wird die Bundesstiftung den Baukulturbericht 2026/27 mit dem Titel „Gestalten“ erstmals der Öffentlichkeit vorstellen und mit Gästen aus Politik, Planung, Baupraxis und Gesellschaft diskutieren.
Der Konvent ist das zentrale Forum der Meinungsbildung der Bundesstiftung Baukultur und findet alle zwei Jahre statt. Die öffentliche Versammlung bietet Raum für Austausch und Vernetzung mit Bauschaffenden und Baukulturvermittelnden aus ganz Deutschland.
Alle vier Jahre, so auch 2026, werden die Mitglieder des Konvents als Organ der Stiftung (neu) berufen. Dies sind bis zu 350 Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für die Baukultur engagieren, darunter Bauherrschaften, Planer:innen aller Disziplinen, Bauausführende, Hersteller:innen sowie Akteur:innen der Baukulturvermittlung. Sie tragen baukulturelle Themen in die Gesellschaft und bilden ein tragendes Netzwerk der Stiftung.
Besser bauen bedeutet auch Umdenken: Interdisziplinarität, der Blick über den Tellerrand, eine Zusammenarbeit mit gemeinsamer Vision sind mehr denn je gefordert, um wirtschaftlichen, ökologischen, sozialen und gestalterischen Ansprüchen gerecht zu werden.
Reiner Nagel
2026 ist für den Konvent der Baukultur ein besonderes Jahr, denn die Bundesstiftung Baukultur wird 20 Jahre alt. Sie ging aus der Initiative Architektur und Baukultur hervor, die sich vor 25 Jahren mit dem Ziel gründete, Baukultur gesellschaftlich zu verankern. Die Stiftung knüpft damit an eine Phase intensiver baukultureller Debatten an. Damals standen Fragen nach Qualität, Nachhaltigkeit, Kontextbezug und Identität des Bauens im Mittelpunkt, ausgelöst durch die tiefgreifenden baulichen Umbrüche nach der Wiedervereinigung.
Heute befinden wir uns erneut an einem Wendepunkt. Begriffe wie „erleichtertes Bauen“ und „Umbaukultur“ prägen den Diskurs, während die Anpassung der gebauten Umwelt an die Klimakrise unausweichlich geworden ist. Gefordert ist eine grundlegende Transformation der Bauprozesse – von der Planung und Nutzung über den Materialeinsatz bis hin zum Recycling und zur Kreislaufwirtschaft. Baukultur bietet hierfür eine entscheidende Handlungsebene: Sie verbindet Geschwindigkeit mit Qualität und formuliert ein gemeinsames Zielbild für wirtschaftlich, ökologisch, sozial und gestalterisch verantwortungsvolles Bauen. Gerade jetzt gilt es, die Maßstäbe guten Planens und Bauens mit Nachdruck zu vertreten, um eine nachhaltig lebenswerte gebaute Umwelt zu gestalten.