Architekturpreis Wein 2025: Erstmals Projekt in Sachsen-Anhalt ausgezeichnet
Der „Architekturpreis Wein“ würdigt beispielhaftes Bauen in der Weinkultur. Eine Premiere gab es 2025: Ein Projekt in Deutschlands nördlichstem Anbaugebiet für Qualitätswein fand Beachtung.
Im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz wurde am 1. Dezember 2025 der „Architekturpreis Wein 2025“ – die bundesweit bedeutendste Auszeichnung für das Bauen im Bereich der Weinwirtschaft – verliehen. Das „Weinberghaus Wiegel“ in Naumburg (Saale) erhielt eine Auszeichnung zum „Architekturpreis Wein 2025“. Das kleine, ehemals verwitterte Weinberghaus am Südhang des Saaletals erstrahlt heute wieder in neuem Glanz. Dank konsequentem Denkmalschutz, behutsamer Eingriffe und fachkundiger Restaurierung blieb die historische Struktur weitgehend erhalten, während die naturnahe Gestaltung mit Blühstreifen und Rebflächen die Landschaft neu belebt.
Das Projekt von Tränkner Architekten aus Naumburg (Saale) mit seiner Bauherrin Petra Wiegel (ebenfalls aus Naumburg) überzeugte bereits die Jury zum „Architekturpreis des Landes Sachsen-Anhalt 2025“ und kam dort in die „Engere Wahl“.
Bei der sechsten Auflage des Architekturpreises Wein wurden insgesamt drei Preise, fünf Auszeichnungen und vier Anerkennungen vergeben. Eine Fachjury wählte zuvor zwölf Finalisten aus 25 Einreichungen aus. Die Preise gingen an die Erweiterung des Weinguts Kuhn in Laumersheim, die Umstrukturierung des Weinguts Kiefer in Eichstetten und an das „Ois B&B-Hotel“ in einem denkmalgeschützten Winzeranwesen in Siebeldingen. Das rheinland-pfälzische Weinbauministerium, der Deutsche Weinbauverband und die Architektenkammer Rheinland-Pfalz lobten den Preis Anfang 2025 aus.
Die prämierten Projekte touren ab 2026 in einer Wanderausstellung durch Deutschland.