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„Gute Architektur entdecken kann nicht langweilig werden“

Eine Frage – mehrere Meinungen: Warum denn mit­machen beim Tag der Architektur?

Stimmen von Kammermitgliedern aus den drei mitteldeutschen Bundesländern, warum sie den Termin als Chance sehen.

Schwarz-weiß-Porträt: Eine Person mit Brille und Mütze steht halber Oberkörper nach rechts im Bild und hält ein großes Buch mit Illustration auf dem Einband. Viel leere, hellgraue Fläche links
© Ines Freundel

Thomas Laubert

Architekt

Er ist gelernter Stuckateur, studierte Architektur in Erfurt und Leipzig. Seit 2015 mit dem Architekturstudio Mitte in Gera aktiv, das sich auf die Bestandssanierung spezialisiert hat. Er ist Mitglied im BDA.

27.04.2026 2min

Eine Vielzahl von Magazinen, Online-Gruppen, Zeitungen oder Serien beschäftigen sich mit dem Thema (Um-)Bauen, Wohnen, Lost Places oder einfach: Gestaltung. Sie bieten uns Inspiration, bilden den persönlichen Geschmack, lassen träumen. Mal ist es die „Geburt“ eines Bauwerkes oder die Erneuerung und Anpassung an aktuelle Anforderungen. All diese Werke haben eins gemeinsam: Sie sind Ergebnis eines Prozesses – meist über mehrere Jahre verlaufend und mit einer Vielzahl von schwierigen Entscheidungen wie: Was ist eigentlich die Aufgabe? Welche Materialien verwenden wir und sind diese zukunftssicher? Führt man das Detail so oder anders aus? Gibt es überhaupt Handwerker, die das machen?

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Dieser Tag bietet uns Architekten und Bauherrn die Chance auf einen besonderen Abschluss. Gemeinsam das geschaffene Werk – egal ob Schulgebäude oder Wohnhaus – Interessierten zu präsentieren, zu diskutieren, zu erklären. Anregung oder Lob zu bekommen für das, was man für eine lange Zeit geschaffen hat.  

Wir Architekten geben unserer Generation ein bauliches Gesicht, prägen das „Heimatgefühl“ der Orte und belegen dessen Entstehung.

Fazit

Themen vermitteln, die uns wichtig sind, kann man am besten im Gespräch. Das macht unsere Arbeit greifbarer. Sorgt für Verständnis. Lässt uns mutig werden. Gerade jetzt – im digitalen Zeitalter – müssen wir einen Tag der Architektur gemeinsam, heiter und ausgelassen feiern. Nicht nur, um Werbung für Gestaltung zu machen – sondern auch, um unsere Zukunft in der Mitte der Gesellschaft zu sichern. 


Dieses Meinungsstück aus der Rubrik „Eine Frage – mehrere Meinungen” stammt aus der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q1/2026 für die Region Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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