„Es braucht einen Austausch auf Augenhöhe“
Eine Frage – mehrere Meinungen: Wie wirksam ist Architekturvermittlung? Sie schafft Zugänge zu Baukultur – doch knappe Zeit und Ressourcen begrenzen oft ihre nachhaltige Wirkung
Wie lässt sich Architekturvermittlung mit knappen Ressourcen skalieren? Im Arbeitskreis „Architektur und Schule“ der Architektenkammer Berlin rückte dabei ein Ansatz in den Fokus, der auf Multiplikation setzt. Die Vorteile liegen auf der Hand: größere Reichweite, günstigeres Kosten-Nutzen-Verhältnis sowie eine bessere Anbindung von baukulturellen Themen an die Bildungspolitik. Aus dieser Überlegung entstand ein Fortbildungsformat, das auf Tandems setzt: Lehrkräfte und Architekturschaffende arbeiten gemeinsam – nicht nebeneinander, sondern miteinander. Sie stärken sich gegenseitig: Lehrkräfte gewinnen die Sicherheit, eigenständig Projekte mit architektonischen Inhalten an ihrer Schule durchzuführen. Kammermitglieder, die sich für die Vermittlungsarbeit interessieren, werden gleichzeitig pädagogisch qualifiziert und lernen, wie Schule wirklich funktioniert. Was dabei entsteht, ist mehr als Wissenstransfer, es ist ein intensiver Austausch zwischen zwei Professionen, die sich selten auf Augenhöhe begegnen.
Fazit
Architekturvermittlung sollte in Berlin nicht nur punktuell stattfinden, sondern als fester Bestandteil im Schulalltag verankert werden.
Zuerst erschienen in der Printversion des Deutschen Architekt:innenblatts, Ausgabe Q2/2026 für die Region Berlin, Brandenburg
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